Oktober 6th, 2008
Da sich Autos bekanntlich ziemlich schnell Fortbewegen muss man als Fahrer bei unvorhergesehenen Situationen instinktiv reagieren. Um optimal reagieren zu können sollte man alle möglichen Gefahrensituationen mal im Geiste durchgehen. Heute habe ich mich mal den potentiellen Wildunfällen gewidmet.
Klar sollte sein, dass man bei Elefanten immer ausweicht. Bei einem Wildschwein bremst man, löst aber kurz vor dem Aufprall die Bremse (Damit sich die Fahrzeugfront wieder hebt und somit das Tier noch vorne gestoßen wird und nicht über die Motorhaube rutscht). Bei nem niedlichen Hoppelhasen bremst man einfach was das Pedal hergibt. Schlangen hingegen kann man einfach überfahren.
Was aber macht man bei einem Igel. Anhalten und den Igel von der Straße holen ist eine ziemlich dumme Idee. Aber drüberfahren ist ja auch schlecht, da durch die spitzen Stacheln ja die Reifen platzen.
September 24th, 2008
Bekanntlich muss man in der modernen Welt beim Autofahren zum telefonieren eine Freisprecheinrichtung verwenden. Sind die Anforderungen des Gesetzes eigentlich auch erfüllt, wenn man das Telefon mit Klebeband am Kopf befestigt?
September 7th, 2008
Gibt es eigentlich ein kurzes, knackiges Synonym für die Leute die dauerhaft die linke Spur blockieren? Für die Spur daneben gibt es ja den legendären Mittelspurschleicher. Aber wie nennt man mit den Leuten, die kilometerlang mit 180 die linke Spur blockieren? Ich hatte beim Hinterherfahren ja lange genug Zeit mir darüber Gedanken zu machen, aber was prägnanteres als Linkespurnichtschnellgenugbefahrer ist mir beim besten Willen nicht eingefallen. Andere naheligende Begriffe wie Arschloch oder Vollidiot mögen zwar zutreffend sein, bescheiben die Gesamtsituation aber nur unzureichend.
September 6th, 2008
Da es beim letzten Mal so viel Spaß gemacht hat, habe ich mich gleich noch einmal Blitzdingsen lassen. Um nicht den Eindruck zu erwecken ich sei ein chronischer Raser möchte ich zu meiner Entschuldigung anbringen, dass es auf der Autobahn war und die zulässige Höchstgeschwindigkeit gerade von 120 auf 100 gesenkt wurde und es steil bergab ging, weshalb meine Taktik umweltschonend mit der Motorbremse die Geschwindigkeit zu reduzieren nicht aufging. Und just in dem Moment als ich auf den digitalen Tacho blickte und mich eine 125 anlachte und mir dachte Jetzt müsstest du mal bremsen war es auch schon zu spät. Dumm gelaufen.
Zumindest bekomme ich nun eine amtliche Tachokontrolle. Mal sehen wie viel 125 kmh wirklich sind.
September 1st, 2008
Einer der Vorzüge des Berufslebens ist es gelegentlich auf Dienstreise gehen zu können. Klingt nicht sonderlich spannend, aber wenn man dafür einen vollausgestatteten SUV bekommt ist es doch schon was besonderes. Insbesondere wenn das 2,4 Tonnen Schiff dank 349 PS aus 4,2-Liter-Benzinmotor in 7,2 Sekunden auf 100 Stundenkilometer beschleunigt und die Firma den Sprit zahlt. Da kann man beim Tanken schonmal den dicken Max raushängen lassen. Das ist auch nicht schwer, denn schon ein leichtes streicheln des Gaspedals führt dazu, dass der Momentanverbrauch auf über 30 Liter steigt. Bei freier (Auto)Bahn lag der Durchschnittsverbrauch dann bei nur “noch” 18,8 Liter. Auch wenn ich den SUV vom Fahrgefühl nicht wirklich prickelnd fand war es doch schon interessant mit anzusehen, wie schnell die Leute die linke Spur für mich räumten. So ein Auto scheint echt Eindruck zu machen.
Interessant sind auch die ganzen modernen Zusatzausstattungen. Sehr praktisch empfand ich den Spurwechselassistenten, der mittels eines Lichts im Spiegel anzeigt wann ich die Spur wechseln kann. Ebenfalls sehr nett sind diese Funkschlüssel die man nicht mehr ins Zündschloss stecken muss sondern nur noch die Starttaste drücken braucht. Allerdings hat mir der Funkschlüssel für kalten Angstschweiß ins Gesicht getrieben als das Fahrerinformationssystem während der Fahrt plötzlich meinte Schlüssel nicht im Auto. Da hatte ich schon Bammel, dass das Auto während der Fahrt plötzlich ausgeht. Zum Glück hat das Auto den Schlüssel dann aber wieder gefunden.
Juli 26th, 2008
So schnell kann das Wetter umschlagen. Meine gestrige Autofahrt begann noch als sonnige Cabriofahrt mit offenen Verdeck, aber als denn der Himmel zuzog war ich schon ziemlich enttäuscht, da ich das Verdeck schließen musste. Es hat nicht lange gedauert bis ich dann panisch geschockt war, denn der Regen wurde zur Sintflut. Richtig krass wurde es als ich in einen Kreisverkehr einfuhr. Da es an der Stelle leicht bergabging sah ich das Wasser die Straße hinabfließen. Ist ja nicht schlimm wenn da ein wenig Wasser über die Straße fließt. Als ich dann in das “bisschen” Wasser fuhr musste ich feststellen, dass das bisschen Wasser ein “bisschen” viel war und schon ein waschechter Fluss mit einer Tiefe von mindestens 20 bis 30 cm war. Das Auto bremste schlagartig ab und ich hatte wirklich Panik, dass mir der Wagen im wahrsten Sinne des Wortes absäuft. Da konnte man nur versuchen mit Schwung “durchzuschwimmen”, was mir zum Glück auch gelang, auch wenn trotz Allradantriebs alle 4 Räder durchdrehten. Zum Glück erreichte ich dann bald die Ausfahrt des Kreisverkehrs und erreichte einen Nebenfluss mit vielleicht 5 bis 10 cm Flußtiefe. Gelegentlich gab es auch eine nette Unterbodenwäsche in Form von aus Gullydeckeln schießenden Wasserfontänen. Die Wasserspiele perfekt gemacht haben dann noch meine Reifen, welche für (geschätzte) 2 Meter hohe Wasserfontänen auf den Seiten gesorgt haben.
Was bin ich froh diese Extremsituation lebend überstanden zu haben. Das einzig Positive daran ist, dass nun das vordere Nummernschild von den Fliegen befreit ist.
Juni 30th, 2008
Ein gern gegebener Tipp von Experten ist es bekanntlich antizyklisch zu handeln. Ich habe mich mal daran gehalten und mir angesichts der horrenden Benzinpreise mal den Luxus eines waschechten Sportwagens in Cabrioform bestellt (ich sage mal nicht um welches Modell es sich handelt, aber ich denke ihr hegt schon einen Verdacht). Wobei ich auf dem Papier damit sogar Geld spare. Mein altes Junkiemobil schluck im Drittelmix 8,9 Liter Normalbenzin wohingegen sich mein Junkiemobil auf 7,8 Litern Superplus begnügt. Allerdings weiß ich von anderen gleichgesinnten, dass das Spaßmobil in der Regel eher über 10 Liter Benzin verbrennt. Abr egal, dafür beschleunigt das Auto mehr als doppelt so schnell von 0 auf 100, hat eine Klimaanlage, AUtomatik und ganz viel mehr oder sinnlosen Schnickschnack an Board.
Bin mal echt gespannt, wie der Unterschied zwischen einem 14-jährigem Auto in Grundausstattung und einem modernen Auto mit fast Vollausstattung so anfühlt und ob ich mich dann wieder auf den alten Standard zurückbegeben möchte. Im darauffolgenden Winter werde ich die Klimaanlage vielleicht nicht so sehr vermissen, allerdings weiß ich auch dass man sich an die dämonische Beschleunigung und die griffigen Bremsen sehr schnell gewöhnt.
Juni 28th, 2008
Als Frühaufsteher bin ich auch notorischer Früheinkäufer. Das macht einfach viel mehr Spass, wenn die Hallen der Einkaufstempel noch halbwegs leer sind. Nur manchmal macht der Weg dorthin nicht wirklich Freude.
Auf dem Weg zum Supermarkt liegt u.a. auch eine Ampel an der ich immer nach rechts abbiegen muss und die fast immer rot ist. Zum Glück gibt es dort das Grünpfeilschild. Da heute, wie sonst auch üblich, kein Querverkehr kam stand mir an der Lichtsignalanlage keine lange Wartezeit bevor. Ich war noch dabei meine Geschwindigkeit zu verringern um vor der Ampel zu halten, als es plötzlich von hinten hupte. Ein blauer 3er BMW, oder besser gesagt sein Fahrer, hatte es da anscheinend so sehr eilig, dass er sich genötigt sah mich durch sein Hupen dazu zu nötigen die Verkehrsregeln zu brechen und zu riskieren einen Monat zum Fußgänger zu mutieren.
Da war für mich der Tag schon wieder gelaufen und ich hätte zwei Dinge benötigt um mir den Morgen zu retten.
- 1. – Einen Baseballschläger
- 2. – Die Neigung zu cholerischen Anfällen
Leider kann ich mich nicht zu den Wutanfällen durchringen. Das wäre nötig gewesen um den nicht vorhandenen Basi zu nehmen, auszusteigen und dem bescheurten 3er BMW mal volle Kanne eins auf die Motorhaube zu verpassen und dann seelenruhig weiterzufahren. Da fühlt man sich sofort besser und hat auch noch das Gefühl etwas gutes getan zu haben, denn der Typ würde sich zukünftig 3x überlegen ob er noch einmal die Hupe als Druckmittel einsetzt. Und den Frühsport hätte man auch gleich mit erledigt
Juni 22nd, 2008
Eigentlich gehöre ich ja zu der Fraktion, die beim Tanken einfach nur den Rüssel ins Loch hält und an der Kasse mit der EC-Karte wedelt und die Spritquelle verlässt ohne zu wissen wie viel ich eigentlich bezahlt habe. Im Prinzip habe ich da auch kein Problem mit, denn ich fahre ja sowieso nur die nötigsten Strecken, habe einen halbwegs akzeptablen Verbrauch. Letzteres nicht zuletzt, weil ich auf diese unsäglichen WM-Fähnchen verzichte. Deshalb sehe ich die Benzinkosten als nicht verringerbare Fixkosten an. Zugegebenermaßen könnte ich mir die zwar durch andere Transportmittel deutlich reduzieren, aber den Luxus der Mobilität gönne ich mir.
Aber da ich heute aufgrund eines unglücklichen Umstandes viel Bargeld bei mir hatte, hab ich das Tanken gleich mal genutzt den Bargeldbestand zu reduzieren. Aber ich war dann doch überrascht wie deutlich sich der Bestand reduziert hat. 86,56 €, obwohl im Tank noch gute 7 Liter Benzin drinne waren. Nun bin ich in der glücklichen Lage, dass mir diese Benzinpreise locker leisten kann, wie man ja an meiner anfangs geäußerten Interesselosigkeit am Benzinpreis lesen konnte. Aber wenn ich jetzt täglich 20 km zur Arbeit pendeln müsste oder nicht das Glück eines recht üppigen Gehaltes hätte würde mir bei der Preisspirale an den Zapfsäulen sicher ganz anders werden. Haben wir nicht spätestens jetzt den Punkt erreicht an dem sich das Autofahren als einfaches Mittel der Mobilität zum purem Luxus gewandelt hat. Gerade auf der Autobahn ist mir heute der Gedanke gekommen, dass viele Menschen viel mehr Geld für das Auto ausgeben als ihnen für die Mobilität zur Verfügung steht?
Ist es nicht wirklich an der Zeit, dass wir Menschen in Punkto Mobilität etwas an Flexibilität abgeben? Ist es denn wirklich notwendig, dass 500 Menschen von fast gleichen A zum fast selben B fahren und dabei alleine in einem fast leeren Auto fahren? Man könnte sich zum Beispiel in einer Mitfahrgelegenheit arrangieren. Oder warum nicht mal Zug fahren? Dauert nicht viel länger und man hat nicht den Stress des Lenkens sowie Zeit für entspannende Dinge wie Lesen. Natürlich muss man dann wieder den Transport vor Ort organisieren. Abe rin Zeiten in denen Bahn und Busse vor allem rentabel sein müssen, wird der ÖPNV maximal in Großstädten gut genug ausgebaut sein um in dem Punkt eine Alternative darzustellen.
Aber wahrscheinlich bin ich da sowieso der Falsche, der diese Fragen stellen sollte. Schließlich gönne ich mir ja noch den Luxus des Autofahrens. Ich kanns mir ja leisten. Zumindest noch. Aber warum machen das nur so viele andere auch? Bei der derzeit öffentlichen Debatte um die Verarmung der Deutschen (Mittelschicht) wundere ich mich doch über so viele Spritvernichter auf den Straßen.
Juni 15th, 2008
Da fährt man nichtsahnend gemütlich mit Licht äh Richtgeschwindigkeit 130 über die Autobahn also es in meinem linken Ohr 3 mal laut *zong* macht. Und wirklich nur den Bruchteil einer Sekunde kann ich noch zwei orange und einen weißen Porsche erkennen, die noch mit einigen bunten Werbeaufklebern verziert waren.
Da war bestimmt irgendein Porsche-Cup Rennen von dem die Rennfahrer mit dem Sportgerät von der Rennstrecke bis nach Hause gefahren. Und die waren wirklich verdammt schnell unterwegs. Ich würde jede Wette eingehen, dass die jenseits der 250er-Schallgrenze war. Hätte ich in dem moment ein Auto auf der Mittelspur überholen müssen, gehe ich jede Wette ein, dass ich diese Autos nicht rechtzeitig erkannt hätte und die Jungs volle Kanne in die Eisen steigen müssten. Hoffentlich sind die Fahrer so gut auf der Bremse wie auf dem Gaspedal, sonst gibt ganz schnell 3 Pressporsche und ein Junkiemobil mit ohne Koffferraum.