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Filmkritik: Königskinder

Mai 8th, 2006

Eigentlich sollte man ja Filme deren Hauptfiguren Abel und Merle genannt werden grundsätzlich boykottieren. Ein anderer Boykottgrund wäre sicher das Auftauchen von Armin Rohde, der in letzter Zeit in jedem deutschsprachigen Film wieder zu finden ist. Trotzalledem habe ich mir den Film angeschaut und es nicht bereut, soviel schon mal vorneweg.
Im Mittelpunkt stehen wie bereits erwähnt zwei Jugendliche (um die 18) mitfurchtbaren schrecklichen Namen die in der norddeutschen Provinz leben. Abel, knapp 18, ist ein totaler Schulversager und träumt davon Stuntman zu werden. Um das zu erreichen springt er den lieben langen Tag lang wild durch die Gegend oder versucht möglichst schön mit einem Auto zu springen. Sein Vater will, dass Abel seine Schule beendet und seinen Posten in der Schiffschleuse übernimmt. Aber Abel möchte mit seiner Freundin Merle nach Amerika und dort das große Glück suchen:

Ich gehe auf die Stuntschule und du lernst Computer

Merle träumt ebenso von einem sorgenlosen Leben in Amerika, ist aber zweifelsohne bodenständiger als Abel, wenn man mal von Moderationen mit holländischen Akzent in einen Schraubenschlüssel absieht.
Die beiden führen das perfekte Leben, bis Merle eines Tages feststellt, dass sie im fünfeinhalbten Monat schwanger ist. Sie findet, dass sie viel zu jung für ein Kind ist und beschließt es gleich nach der Geburt zur Adoption freizugeben, Abel lässt sich schnell von der Idee überzeugen, auch wenn man spürt das er zumindest ein wenig an dem Kind hängt. Dass Merle nicht will, dass jemand etwas von der Schwangerschaft mitbekommt ziehen die beiden unter fadenscheinigen Argumenten für die restliche Zeit bis zur Geburt nach Hamburg. Dort verkriecht sich Merle bis zur Geburt in der Wohnung und Abel beginnt damit sich um sein Leben zu kümmern. Um euch nicht den ganzen Spaß am Film zu verderben blende ich hier mal gekonnt aus.
Den Film machen vor allem zwei Dinge interessant. Da wären zum einen die Handlungswendungen im Schlussteil, welche von den üblichen Mustern abweichen, sowie die wirklich gut fühlbaren emotionalen Zustände der Hauptdarsteller. Abgerundet wurde der Film durch wirklich gute Darstellerleistungen und Bildsprachen (Schiffe machen sich in Bezug auf Träume immer gut ;-) und einen schönen und runden Handlungsfluss.

Links
IMDB
Wikipedia
Arte
Prisma-Online

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Brand:Neu

Mai 5th, 2006

Gerade läuft Brand:Neu auf MTV und ich verspüre den spontanen Wunsch euch meine Meinung mitzuteilen.
Prince – Fury
Den kleinen Prinzen mochte ich noch nie und werde ich wohl nie mögen. Auch das aktuelle Lied stufe ich mal als Goody für Kinder der 70er ein. Für mich als Kind der 80er ist es nur langweilig.
Bon Jovi – Who Says You Can’t Go Home
Musik ist typisch Bon Jovi. Ob er sich den Sound patentieren lassen hat? Zumindest kann man es sich anhören, typischer Radiodudelmucke. Zumindest ist das Video ganz sehenswert. Ein Typ geht im abgewrackten Hundekostüm durch die Stadt und stürmt irgendwann die Bühne bei einem Bon Jovi-Konzert von wo er vertrieben wird und dann anschließend durch nach Hause trampt. Interessant, dass es noch zwei andere Personen im Hundekostüm gibt offensichtlich rammeln.
Editors – All Sparks
Wenn das mal kein Britpop ist. Drei Typen an der Gitarre und ein Schlagzeuger mit ziemlich monotonen Text und Klang und ein Video was an Franz Ferdinand erinnert. Wems gefällt.
Azad feat. Cassandra Steen – Eines Tages
Obwohl ich nicht will mag ichs. Erinnert mich irgendwie an den Eurodance: Schönes Lied mit nervigen Rapper zwischendrin. Eine nur Cassandra Steen/Glashausversion-Version gibt von dem Lied wäre sicher interessant.
Nelly Furtado – Maneater
Da gibt es wohl eine neue Nelly, der Folkore-Sound ist gewichen und mehr in Standard-HipHop transformiert. Und Nelly wurde auch zum choreographietanzenden Luder. Ich bin ehrlichgesagt nicht sicher ob mir die neue Nelly Gefällt. Wohl eher nicht. Wobei das Lied zumindest nicht schlecht ist.

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Mia – Tanz der Moleküle

Mai 3rd, 2006

Tanz der MoleküleEigentlich wollte ich euch jetzt von einem Lied vorschwärmen welches ich neulich im Radio gehört habe. Dieses traumhaft schöne Bespiel von Elektropop hat es augenblicklich in mein Herz geschafft. Dummerweise fand ich es beim zweiten Hören nicht mehr so großartig, sondern halt Mia-typisch und durchschnittlich. Aber ab dem vierten Hören fand ich es wieder wunderschön. Vor allem manche Textzeilen hypnotisieren und die Abwechslung im Hintergrundgeklimper machen Spass.
Auch das Video ist irgendewie interessant anzusehen, die Bewegung der Kugeln im Raum, sowie die anfangs nicht sichtbaren Hindernisse im Raum sind doch irgendwo etwas Besonderes. Auf jeden Fall besser als am südafrokanischen Strand langweilige Bilder zu drehen.

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Filmkritik: Saw

Mai 2nd, 2006

SawSaw ist einer der Filme auf den ich sehr gespannt war, schießlich wurde er oftmals als Meisterstück des Horrorgenres beworben. Vom Inhalt wusste ich nur, dass 2 Männer mit einer Säge im Raum sind und nur einer überleben darf. Nachfolgend äußere ich nur meine Meinung, eine ersthafte Kritik zum Film gibt es hier.
Meine hohen Erwartungen konnte der Film leider nicht erfüllen. So wirklich horrormäßig empfand ich ihn nicht wirklich. Die einzige Szene mit Ekelfaktor war aus meiner Sicht, wo sich der Doktor den Fuß abgesägt hat. Ansonsten schöne Hochglanzbilder von Blutlachen die mir keinerlei Emotionen in mir regen konnten. Auch die Handlung war nicht das Gelbe vom Ei. Schon allein die 2 durch Erzählebenen hat der Film für mich deutlich an Spannung verloren. Einzig die letzten paar Minuten konnten mich vor dem Bildschirm fesseln. Aber schon allein, dass Adam Lawrence so bereitwillig hilft, wo doch die Aufgabe von Lawrence Adam zu töten. Für mich war der ganze Film nichts. Irgendwie ein Mitteding zwischen Horror und Thriller aber nichts so ganz.

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Silbermond – Laut Gedacht

April 30th, 2006

Laut Gedacht (Premium Edition / CD + DVD)Auch wenn die Glühweinjunkies eigentlich schon viel zu viel über Silbermond berichtet haben kann ich leider nicht darauf verzichten meine Meinung zum neuen Album “Laut Gedacht” aufzudrängen. Vor dem ersten Hören war ich persönlich sehr gespannt was mich erwarten würde, da ich nach dem ersten Album den Erfolg nicht wirklich nachvollziehen konnte. Zwar gab es mit Durch die Nacht ein wirklich geniales Lied und noch ein bis zwei gute Songs, aber der Rest war für mich total uninteressant.
Mit dem wunderschönen Unendlich warf das zweite Album einen wahrlich großen Schatten voraus. Im Vergleich zum Vorgänger ist es meiner Meinung nach ein großer Fortschritt, wenn auch keine Revolution des Musikgeschäfts. Positiv fällt vor allem auf, dass deutlich mehr Wert auf die musikalische Untermalung gelegt wurde. Auch ist der Anteil der langsamen Lieder, die nach meiner Ansicht die Stärke Silbermonds sind, deutlich gestiegen. Auf der anderen Seite fehl ein gutes rockiges Lied. Durch die deutsche Sprache fällt auf, das Silbermond sich zeitweise an etwas sozialkritischeren Texten versuchen, allerdings gelingt das nach meiner Meinung nicht wirklich gut, auch wenn es eine gelungene Abwechslung ist mal Texte abseits von Liebe, Sex und Zärtlichkeit in der (nicht-rappenden) Popmusik zu hören.
Wie schon gesagt lebt für mich das Album vor allem durch seine langsamen Lieder. Absolutes Highlight ist für mich die kommende zweite Single “Das Beste” welches selbst noch das von mir so heiß geliebte “Unendlich” weit hinter sich lässt. Aber auch neben den Singles gibt es Lieder wie “Kartenhaus”, “Meer sein”, “In Zeiten wie diesen”, “Unerkannt” oder “Unendlich” die ich allesamt als sehr gelungen bezeichnen würde und das Album durchaus hörenswert machen.

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Eurovision 2006 (Rumänien) Mihai Traistariu – Tornero

April 12th, 2006

Nach den ersten par Sekunden dachte ich, dass der Song ein einziges Debakel wirden wird. Ich will jetzt nicht behaupten, dass das Lied überragend ist, aber es geht schon irgendwie ins Ohr. Wenn man des Auftritt jetzt noch schön auf europäisches Niveau pimpt, kann da eine ziemlich gute Platzierung herauskommen.
Links
ECGermany (inkl. kompletten Song zum probehören)
Beiträge bei eurovision.blog.de

Video
Live

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Oliver Pocher – Schwarz und Weiss

April 12th, 2006

Schwarz und WeissDie WM zeigt ihr schrecklichstes Gesicht. WM-Songs. Bisher mochte ich den Oli und sein “künstlerisches” Schaffen aber das Lied ist ein absoliter Griff ins Klo. Das verletzt die Geschmacksnerven nicht nur auf eine Weise. Nach meiner Meinung kann man sich dieses Lied wirklich nur im absoluten Vollraus anhören. Eine Melodie, welche eine Mischung zwischen Three Lions und Mallorca ist, der nicht gerade überzeugende Gesang und ein Video welches lustig sein sollte aber nur billig wirkt. Qualitativ ein Totalverlust. Umso erschreckender, dass dieses Lied die offizielle DFB-Fanhymne ist. Ich kann echt nicht verstehen, dass der Bundestrainer unter medialen Dauerbeschuss steht wenn in der Schaltzentrale des Deutschen Fußballs jemand frei herumläuft, der dieses Lied autorisiert.

Hier gibts nen Videoschnipsel

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Eurovision 2006 (Schweden) Carola – Invincible / Evighet

März 28th, 2006

War der schwedische Song bei der Qualifikation noch ein schwenglisches Sprachmischmasch, so wird beim Grand Prix eine rein englische Variante zu hören sein.
Der schwedische Beitrag lebt von der Stimme der Sängerin Carola. Rauchig und kraftvoll erinnert diese ein wenig an Bonnie Taylor. Das fällt auch die sehr simple “Hintergundmusik” nicht weiter. Würde mich stark wundern wenn das Lied es nicht in die Top5 schafft.
Wenn ich mir die Live-Performance anschaue frage ich mich wie viele Schlümpfe für ihr Bühnenoutfit sterben mussten?
Links
ECGermany (inkl. kompletten Song zum probehören)
Beiträge bei eurovision.blog.de

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Live

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Türkisch für Anfänger – ein entschludigendes Zwischenfazit

März 27th, 2006

Knapp 2 Wochen ist es nun her, da schrieb ich basierend auf der ersten Folge eine Kritik zur Serie Türkisch für Anfänger. Ich war da doch ziemlich angenervt von den viel zu künstlichen Klischees. Bescheinigte der Serie aber durchaus Potential. Nach der achten Folge muss ich sagen, dass das Potential immer besser genutzt wurde. Die Klischees rückten in den Hintergrund und Türkisch für Anfänger hat sich wirklich zu einer Perle des Vorabendprogramms enwickelt (und damit meine ich nur das der ARD). Es macht einfach Spass beim Zuschauen, insbesondere wirkt die Hauptdarstellerin nun deutlich menschlicher. Insbesondere die sich anbahnende Liebesgeschichte zwischen Lena und ihrem bestem Freund ist wirklich 1a umgesetzt. Wirklich Schade, dass es vorerst nur 12 Folgen gibt und Freitag alles schon wieder vobei ist. Aber wir können ja hoffen, dass eine 2. Staffel kommen wird. Laut Gerüchteküche soll bereits an einer zweiten Staffel bereits gearbeitet werden, allerdings hat war das wohl auch bei Powder Park und Sternenfänger der Fall, wo die zweiten Staffeln auch nie verwirklicht wurden.
Ich schließe meinen Beitrag mit den Worten: Ganz großes Fernsehen.

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Eurovision 2006 (Norwegen) Christine Gulbrandsen – Alvedansen

März 26th, 2006

Norwegen wagt es in diesem Jahr auf die englische Sprache zu verzichten und stattdessen einen landessprachlichen Titel vorzutragen. Und für mich funktioniert das Lied auch gut ohne des Text zu verstehen. Die Musik ist eine Mischung aus modernen Mittelalterklängen und choralen Gesang, der für den Mitteleuropäer wohl eher lautmalerisch als inhaltsvoll wirkt. Zusammen ergeben Musik und Gesang eine sehr gelungene Mischung.
Das erinnert mich ein wenige an den belgischen Beitrag von 2003, der es trotz Verwendung einer Kunstsprache auf den 2. Platz schaffte. Von den bisher gehörten Liedern ist, nach meiner Meinung, der norwegische Beitrag mit Abstand der Beste. Es wäre für mich kein Wunder, wenn dieser ganz Vorne um den Sieg mitspielt. Zumal ich fest davon ausgehe, dass dieses Lied in allen Ländern gute Punkte holen wird.

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ECGermany (inkl. kompletten Song zum probehören)
offizielle Website

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