August 1st, 2010
Wenn man lange in der Sonne liest und dann auf ein wenig beleuchtetes Klo geht hat das Porzellan einen intensiven Rotstich. Und da sage noch mal jemand, man kann nur mit Drogen vollkommen surreale Sinneswahrnehmungen hervorrufen.
September 21st, 2008
Mit dem Körpergefühl ist es ja so eine Sache. Man kann es nicht beschreiben man hat es einfach. Und auch das nicht immer. Denn zu neunzig Prozent ist man sich seines Körpers gar nicht bewusst, sondern nimmt ihn nur wahr wenn man diesen wahrnehmen möchte. Beispielsweise wenn man morgens im Bett liegt und sich mal so richtig ausstreckt. Dann fühlt man sprichwörtlich jeden einzelnen Zentimeter seines Körpers. Nun besitze ich ja mehr Zentimeter als ein halbes Jahr Tage und habe damit auch dementsprechend viel Körper zum spüren. Aber wie ist das eigentlich bei kleinen Menschen. Spüren die wirklich weniger Körper oder empfinden die das genau gleich? Sie spüren das bisschen was sie haben dann sozusagen intensiver.
April 18th, 2008
Heute hatte ich im Rahmen einer medizinischen Vorsorgeuntersuchung die großartige Gelegenheit mich auf eine ganz moderne Waage zu zu stellen. Die konnte nicht nur mein Gewicht und Körperfett ermitteln, sondern mittels der Unterstromsetzung meines Körpers noch allerlei mehr oder minder sinnvolle Informationen aus meinem Körper Herauszukitzeln. So konnte die Waage ermitteln wie groß ich bin, das mein rechtes Beim mehr Muskeln besitzt als mein linkes und auch ohne Einsatz eines Maßbandes das Verhältnis von Bauch zu Hüfte ermitteln. Es gab noch etliche mehr tolle Dinge, wie der Anteil des intrazellulären Wassers, aber abgesehen von ein paar Medizinern kann das ja sowieso niemand deuten. Von daher langweile ich euch damit jetzt nicht weiter.
Was auch ganz spannend war auch die Messung als solches. Das steht man so barfuß auf den Goldkontakten, hält mit seitlich abgestreckten Armen zwei Dinger in der Hand und kann dann auf einem Bildschirm beobachten, wie die Werte ermittelt werden. Hintereinander wachsen Balken von links nach rechts und jedesmal wenn eine der eingezeichneten Grenzlinien, welche die Normalbereich kennzeichnet, überschritten bleibt das Herz geschockt stehen. Wer kann denn auch ahnen, dass nachdem alle Balken ausgefahren sind nochmal nachjustiert wird und die Balken noch ein wenig nach links wandern. Insgesamt habe ich mich auch gut geschlagen, nur im klassischem Gebiet einer Körperfettwage habe ich Verbesserungsbedarfe. Will heißen: Zu viel Gewicht und zuviel Fett. Da davon abgesehen eigentlich alles im grünen Bereich war, ist logischerweise das zuviel an Fett gleich dem zuviel an Gewicht. Und diese supertolle Waage hat mir dann auch gleich noch den Tipp gegeben in etwa genau 20 Kilo abzunehmen. Ich fand das schon etwas enttäuschend. Da hat man schon eine absolute Hochtechnologiewaage und dann kann die nichts besseres tun, als simpel zu raten das Gewicht zu reduzieren. Warum kann das Gerät nicht einfach vorschlagen: Entweder du nimmst jetzt 20 Kilo ab oder du wächst 40 cm. Auch wenn Einige sich an das Eine wagen ist das Eine wie das Andere praktisch gesehen unmöglich. Das nachfolgende beratende Gespräch mit einer Ärztin relativierte das ganze auch schon auf 10 cm bzw. 5 Kilo herab.
Übrigens stehen die Chancen ganz gut, dass ich auch länger erhalten bleibe. DIe Blutwerte bezeichnete meine Ärztin als gigantisch, mein Lungenvolumen ist gut und ich höre wie ein Lux. Alles andere wurde nicht getestet oder ist so schlecht, dass ich es lieber nicht an dieser Stelle erwähnen möchte.
April 10th, 2008
Wenn zwei an sich nur vollkommen harmlose Ereignisse zusammentreffen kann es zu einem verheerenden Ergebnis führen. Beispielsweise wenn man gerade am Zähneputzen ist und sich im Rachenraum eine Unmenge eines Speichel-Zahnpasta-Gemisches befindet. Normalerweise eine leicht beherrschbare Situation. Aber sobald sich dann ein Niesreiz ankündigt ist die Kacke gewaltig am Dampfen. Da die rechte Hand mit der Zahnbürste belegt ist kann man auf die schnelle nicht keine wirksamen Schutzmaßnahmen ergreifen und muss hilflos miterleben, wie der eigene Körper zur Schleuder des höchst appetitlichen Speichel-Zahnpasta-Gemisches wird.
September 8th, 2007
Ist es nicht seltsam, dass man in der Schule zwar alles über historische Schlachten lernt, aber sogut wie nichts über das Leben zur damaligen Zeit? Ich frage mich beispielsweise wie die alten Griechen oder Steinzeitmenschen die Hand- und Fußnägel gekürzt haben? Es gab ja weder Nagelknipser noch Nagelscheren. Da bliebe ja fast nur noch das Nägelkauen, was aber bei den Füßen schon zur akrobatischen Meisterleistung mutiert. Oder hat man sich die Nägel an rauhen Steinen kurzgefeilt?
August 4th, 2007
Ich denke jeder wird schon mal dann und wann in der Nase gebohrt haben. Irgendwie sind die Fingerchen aber auch wie zum Nasebohren gemacht, schließlich passen die genau ins Nasenloch hinein.
Zumindest bei mir ist das so. Selbst für den Daumen ist gerade noch genug Platz vorhanden. Aber ich frage mich ob das wirklich bei jedem Menschen so ist? Würdet ihr für mich mal den Selbstversuch wagen und einfach mal testen, ob ihr alle Finger in eure Nasenlöcher bekommt?
Danke im Voraus.
Juli 10th, 2007
Woran kann es liegen, dass gerade mein linkes Knie weh tut? Schließlich habe ich vorhin mit voller Wucht mein rechtes Knie gegen den Türrahmen geknallt.
Irgendwie seltsam. Ist das nur ein Schmerz aus meinem Unterbewusstsein, welches meint, dass mein Knie wehtun sollte und wegen meiner altbekannten Rechts-Links-Schwäche dem falschen Knie befielt zu schmerzen?
Mai 23rd, 2007
Gestern war bei Kerner (mal wieder) Peer Augustinski zu Gast um über den Fortgang seiner Genesung nach dem Schlaganfall zu berichten.
Ich habe zu meiner Zivildienstzeit so einige Schlaganfallpatienten gesehen und muss sagen, dass es damals eine der Erkrankungen ist die ich am schrecklichsten fand. Auch wenn andere sicher schlimmer sein mögen, so wirkt ein Schlaganfall stark nach außen, da der Mensch plötzlich die Kontrolle über Teile seines Körpers verliert.
Besonders ist mir ein Fall in Erinnerung. Ein Patient mit einem recht schweren Anfall wurde in die Notaufnahme eingeliefert. Zur weiteren Untersuchung des Ausmaßes des Anfalls wurde er zum MRT gebracht (die Bilder die da gemacht werden sehen übrigens sehr interessant aus). Der Patient wurde jedenfalls auf die zum MRT gehörende Liege, Barre oder wie man das Ding nennen mag. Auf jeden Fall war es meine Aufgabe zwischen den Untersuchungen aufzupassen, dass der Mann nicht von der Liege rollt. Wie bereits geschrieben, war der Anfall recht schwer und der Mann konnte weder sprechen noch Sprache verstehen, auch wirklich koordiniert bewegen konnte er sich nicht. In den Pausen, in denen das MRT nicht lief stand ich also neben ihn und hielt ihn mit den Armen fest. Dadurch war ich mit dem Oberkörper über ihn gebeugt, sodass ich ihm in die Augen sah. Und das war ein sehr seltsames Gefühl, da man bei einem Blick in seine Augen das Gefühl hatte, als sei er in seinem Körper gefangen. Sehr beklemmend.
Mai 21st, 2007
Jeden Morgen das Gleiche: man wacht auf, weil die Blase drückt. Wie schön wäre es, wenn man sich durch eine operative Blasenvergrößerung am Morgen etwas länger schlafen könnte.
Eigentlich müsste diese Blasenvergrößerung von der Krankenkasse bezahlt werden, schließlich ist der Schlaf eminent wichtig für die Regeneration der Körpers. Deshalb ist eine Blasenvergrößerung aus meiner Sicht eine vorsorgende Gesundheitsmaßnahme.
Mai 10th, 2007
Neulich machte ich mich noch über meine Bankberaterin lustig, die mich mit Herr Rückenschmerzen titulierte. Anscheinend scheint die Dame seherische Fähigkeiten zu besitzen, denn heute hat es mich erwischt. Eine unbewusste falsche Bewegung und schon tut es weh. Ich würde euch natürlich gerne wehleidig beschreiben wie weh es tut, aber der deutschen Sprache fehlt es einfach an den passenden Worten um diesen Schmerz zu beschreiben. Ich möchte keineswegs mit jemanden tauschen der chronische Rückenschmerzen hat.
Ich glaube in einer halben Stunde werde ich durstig, da sollte ich besser jetzt schon anfangen Richtung Milch zu krauchen. Und mit ein wenig Glück schaffe ich es dann mich rechtzeitig bei zum Grand Prix vor der Fernseher zurückzuschleppen. Und sobald ich wieder normal laufen kann werde ich meine seherische Bankberaterin bitte all mein Geld in Aktien ihrer Wahl zu investieren.