November 15th, 2008
Habt ihr euch schon einmal gefragt wie viele Milchkartons ein lose im Kofferraum herumliegender Schraubenzieher durchboren kann?
Heute früh habe ich die Antwort in einem spektakulären Experiment für euch herausgefunden: Drei.
Falls ihr das Experiment nachstellen wollt, gebe ich euch den Hinweis den Kofferraum vorher gut mit Plaste auszukleiden. Sonst geht es euch so wie mir und die die auslaufende Milch ergießt sich über die im Heck sitzende, nicht wasserfeste Alarmanlage. Prinzipiell ist das aber nicht schlimm, zumindest solange sein Auto nicht abschließen möchte oder taub genug ist um vom penetranten Dauerhupen nicht gestört wird.
Da beides nicht auf mich zutrifft habe ich mich entschlossen die aus schlechten Filmen bekannte Lösung vorzuziehen und die Batterie bis zur nächsten Fahrt abzuklemmmen. Hoffen wir mal, dass die Alarmanlage nach dem Trocknen wieder ordnungsgemäß funktioniert. Falls das nicht funktioniert hätte ich gerne noch Tipps wie man die Alarmanlage eines Audi 80 (B4) komplett deaktivieren kann.
Oktober 28th, 2008
Irgendwie ist es schon komisch wofür man als berufstätiger Mensch alles bezahlt wird. Beispielsweise habe ich mir heute die Diplompräsentation eines Diplomanden angesehen, den ich ein wenig Daten zugeliefert hatte. Mit im Publikum war ein befreundeter Diplomand. Der wiederum meinte wohl mehr im Scherz zu mir: und du Schwein wirst auch noch dafür bezahlt da zuzuhören. Aber Recht hat er schon damit. Gut 20€ habe ich damit verdient mich hinzusetzen und zuzuhören.
Das Leben kann so schön sein.
Oktober 25th, 2008
Es gibt so Dinge, die man gerne einmal im Leben machen würde. Auch wenn ich schon einige Jahre aus der Schule heraus, trotzdem wäre ich gerne einmal an der Stelle eines Lehrers und würde die Klausuraufsicht übernehmen.
Ich stelle es mit interessant vor über zwanzig Menschen dabei zuzuschauen wie sie die Aufgabe meistern müssen. Da gibt es die Streber die konzentriert drauf losschreiben, dann die Planlosen welche mehr in der Luft herumsachauen und krampfhaft überlegen was sie denn schreiben sollen. Nicht zu vergessen sind die Schummler, welche immer mit panischen Blicken zu mir, der Aufsicht schauen, um einen unbeaufsichtigten Moment zu erwischen. Das wäre natürlich meine Stunde um mich mal zu räuspern oder mal beim Schummler vorbeizuspazieren um die Trickser mal so richtig Angst zu machen. Aber es geht mir dabei weniger darum damit Machtphantasien erfolgreich auszuleben als die Leute in den Extremsituationen mit der damit verbundenen Körpersprache zu beobachten.
Oktober 10th, 2008
Der Herr Stoehr24 ruft ungeduldig dazu über das erste eigene Auto zu schreiben.
Bei mir ist es der schon mehrfach im Blog erwähnte Junkiemobil, ein Audi 80, Bergkristallsilber, B4 mit 90 PS Benzinmotor aber ohne Drehzahlmesser. Geboren im Jahre des Herren 1994, von mir im Jahre 2000 mit dem Kilometerstand 37.355 käuflich erworben. Auch wenn ich dem Auto kurzzeitig untreu bin fahre ich es noch immer sehr gerne. Bisher gab es keine teuren defekte und im Vergleich zu den anderen Autos die ich bisher fahren durfte fühlt man sich darin richtig wohl. Wenn nicht eine Klimaanlage fehlen würde ich nicht im Traum auf die Idee kommen dem Wagen dauerhaft untreu zu werden. Aber auch so fällt es mir schwer mich von dem Wagen zu trennen, zu sehr hängt das Herz daran.
September 23rd, 2008
Aus aktuellem Anlass stelle ich mal die Frage in den Raum, ob es moralisch vertretbar seine Barcadi-Cola mit Coke Zero herzustellen. Das ist für mich gefühlt wie ein alkoholfreies Bier oder Sex ohne dafür zu zahlen. Aber zu unserer Entschuldigung sei gesagt, dass leider nichts anderes mixbares im Haus war. Wir haben uns beim trinken auch ganz dolle deswegen geschämt.
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September 17th, 2008
… wo der Klötenbrutzler sich befindet.
Heute war ich mal wieder dienstlich im Auto unterwegs. Nach ein paar hundert Metern merkte ich, dass die Sitzheizung angeschaltet war. Aufgrund der winterlichen Witterungsbedingungen war das Anfangs noch ganz angenehm. Aber nach ein paar Minuten hatte mir das Ding so eingeheizt, dass ich es ausschalten wollte. Da ist bei den modernen Automobilen die über ein zentrales Drehrad bedient werden allerdings nicht so einfach, wenn man das Menü nicht kennt und tief über die Autobahn fliegt. Ganz besonders fies ist es aber wenn man erst nach Verbrennungen zweiten Gerades und 10 Minuten erfolgslosen Herumdrehens im Menu merkt, dass die Sitzheizung das wohl einzige Gerät im Auto ist, welches über ein separates Drehrad gesteuert wird.
September 14th, 2008
Da ich ja chronisch in jedes Fettnäpfchen trete, stelle ich aus aktuellem Anlass mal folgende Frage: Wie regiert man richtig wenn man feststellt, dass eine flüchtige, weibliche Bekanntschaft plötzlich ein massiv gesteigertes Brustvolumen aufweist?
Als eher schüchterner Typ würde ich persönlich versuchen das Thema gar nicht weiter zur Sprache zu bringen und mich anstrengen den Blick nicht zu weit auf das corput delicti abschweifen zu lassen. Andererseits war die Brust ja sicher nicht von allein so massiv angeschwollen. Von daher erwartet die Frau doch sicher auch ein klein wenig Anerkennung. Reicht es dafür aus ihr dauerhaft auf Dekollete zu starren oder sollte Mann die Zunge heraushängen lassen und sabbern?
Neben der Körpersprache darf Mann verbal auch nichts falsch machen. Macht man es wie ich und übergeht es komplett? Ein dezentes Kompliment wäre aufgrund des in der obigen Fußnote erwähnten Schlabberlooks sicher ebensowenig angebracht wie Proletensprüche á la Geile Hupen, gehste jetzt zum Porno?. Was will Frau da nur hören?
September 9th, 2008
Wenn es technologische Erfindungen gibt, welche komplett unnötig sind sind es die Pfandautomanten. Früher hat man einer Fachkraft die zurückzugebenden Pfandpflaschen und -kästen gezeigt, diese kritzelte liebevoll den Pfandbetrag auf einen Zettel und der Kunde sortierte die Flaschen in Eigenverantwortung ein.
Heute aber gibt es Pfandautomaten, in den man jede Flasche einzeln einschieben muss. Zwar spart man sich das wegräumen, muss dafür aber bei jeder Flasche 30 Sekunden warten bis der Automat das Pfandlogo gefunden hat. Schon in dieser Konstellation für mich Kunden eine ziemliche Zeitverschwendung. Richtig schlimm wird es aber erst wenn die Sonne scheint. Denn dann ist der Pfandautomat im heimatnähesten Supermarkt nicht mehr zu gebrauchen. Denn das Hochtechnologiegerät wurde anscheinend von irgendwelchen Geeks entwickelt, die noch nie das Sonnenlicht gesehen haben. Spotthaft wird das Ding auch als Vampirautomat bezeichnet, da das Gerät bei Kontakt mit dem Sonnenlicht komplett unzurechnungsfähig ist. Entweder es findet, dass der Barcode nicht zum Flaschentyp passt oder aber es ist dem Automaten alles zu hektisch, weshalb es meldet Flasche zu schnell eingelegt, selbst wenn ich die Flasche in Schneckengeschwindigkeit hineinschiebe. Das Resultat ist das gleiche: Die Flasche wird nicht gezählt und ich darf die Falsche erneut hereinschieben. Ganz perfide ist auch die Masche, erst eine Flasche zu zählen und dann bei der nächsten Flasche einen Fehler zu melden und mich aufzufordern Alle Flaschen aus dem Gerät zu entfernen. Und wieder muss man dann von vorne anfangen.
Das mag lustig klingen, aber wenn man 15 Minuten braucht um ganze 7 Flaschen abzugeben treibt ein solches Gerät den unbedarften Kunden echt zur Weißglut. Da wäre selbst die unmotivierteste Aushilfe eine echte Serviceverbesserung!
September 6th, 2008
Da es beim letzten Mal so viel Spaß gemacht hat, habe ich mich gleich noch einmal Blitzdingsen lassen. Um nicht den Eindruck zu erwecken ich sei ein chronischer Raser möchte ich zu meiner Entschuldigung anbringen, dass es auf der Autobahn war und die zulässige Höchstgeschwindigkeit gerade von 120 auf 100 gesenkt wurde und es steil bergab ging, weshalb meine Taktik umweltschonend mit der Motorbremse die Geschwindigkeit zu reduzieren nicht aufging. Und just in dem Moment als ich auf den digitalen Tacho blickte und mich eine 125 anlachte und mir dachte Jetzt müsstest du mal bremsen war es auch schon zu spät. Dumm gelaufen.
Zumindest bekomme ich nun eine amtliche Tachokontrolle. Mal sehen wie viel 125 kmh wirklich sind.
August 18th, 2008
Mit letzten Kräften quäle ich mich nun dazu euch vom dritten Tag des Großereignisses zu berichten, der bereits um 12 Uhr mit dem Auftritt von Jennifer Rostock begann. Trotz der frühen Stunde haben sich schon erstaunlich viele Fans versammelt. Diese werden das frühe Austehen auch nicht bedauert haben, denn die Band hatte wirklich Feuer. Wenn auch nur für 25 Minuten
. Das darf im nächsten Jahr ruhig etwas mehr sein. Etwas irritiert war die Band (wie die anderen Bands des Tages ebenfalls) allerdings als immer wieder als die leeren Pfand-Becher auf die Bühne geworfen wurden. Grund dafür war, dass die Ärzte sich am Vortag haben bewerfen lassen um mit dem Pfandgeld die Aktion Viva Con Agua zu unterstützen. Das hatte den Fans so gut gefallen, dass sich daraus eine kleine Tradition entwickelt hat. Überhaupt haben die Ärzte sehr stark nachgewirkt, was man an den vielfachen Sprechgesängen hören konnte. Selbst das unsägliche Allee, Allee – eine Straße, viele Bäume das ist eine Allee wurde zu Gunsten von Pflegeleicht und Kuschelweich und Niedlich Uhh abgelöst.
Im Anschluss daran ging es ins Zelt wo Karaoke angesagt war und paar gute Amateurmusiker und ein paar Hobbysänger auf unterem Niveau das Publikum unterhielten. Danach gab es drei Nachwuchsbands, die allerdings mit weit weniger Publikum auskommen mussten. Wirklich erwähnenswert finde ich die allerdings nicht. Einzig die Science Fiction Army konnte ein wenig auffallen, da man mit einem Gorilla, einem Roboter und einer Kakerlake drei lustig hampelnde Figuren auf der Bühne hatte.
Danach hatte ich ein bisschen von Less Than Jake aus der Ferne gesehen und war doch recht angetan. Gute Musik und eine nette Bühnenshow.
Da ich etwas Angst hatte mich später bei den Beatsteaks ins Getümmel von den Wellenbrecher zu stürzen habe ich mir dann einfach mal bei Madsen die Chance ergriffen mich nach vorne zu drängeln und schaffte in der Mitte der Bühne bis zur dritten Reihe nach vorne zu kommen. Und wichtiger noch ich konnte den Platz bis zum bitteren Ende verteidigen, auch wenn das Gedränge an dort noch schlimmer war als den den Hives und den Ärzten. Aber das war es auch wert. Ich hätte nie gedacht dass Madsen so geil sein können. Vor allem der Sänger ist viel stärker als ich es ihm von den CDs her zugetraut hätte. Vor allem der Platz da vorne hat wirklich noch mal einiges ausgemacht. Wenn man so da vorne steht und sieht welchen Spaß die Band hat macht die Musik gleich doppelt Laune. Überraschenderweise war bei mir der Mitsingfaktor auch erstaunlich hoch, obwohl ich der Band vorher nur die Perfektion zuordnen konnte. Ich kann nur sagen ein absolut denkwürdiges Konzert.
Da ich mit Serj Tankian nicht wirklich etwas anfangen konnte und ich nach 70 geilen Madsenminuten komplett durchgeschwitzt war nutzte ich die Gelegenheit um mir am Merchandisingstand ein trockenes T-Shirt zu kaufen, welches gleichzeitig als Andenken dienen soll.
Nach dieser kleinen Verschnaufpause gab es mit Slut neuheimatliche Klänge zu bewundern. Zwar gab es mit einigen ruhigen, esoterisch angehauchten Liedern einige Langweiler aber sobald etwas rockiges kam wie Easy To Love kochte das Zelt, und das vollkommen zurecht.
Bevor es zum Höhepunkt des Tages kam spielte noch eine komische Folkrockband, die unter anderem An der Nordseeküste in einer englischen Version spielte und sich sicher wunderte warum das Publikum immer falsch mitsang.
Aber ich nutzte die Spielzeit lieber um mich noch einmal vor den Beatsteaks zu stärken. Und das war auch besser nötig. Denn obwohl ich in der hundertsten Reihe stand gab es um mich herum eine Reihe mithüfender, -klatschender und -gröhlender Menschen. Da lässt man sich natürlich nicht zweimal bitten und macht fleißig mit. Da der Boden knochentrocken war führte es dazu, dass bei jeder Hüpfattacke eine riesige Staubwolke aufgewirbelt wurde, deren Geschmack ich noch am nächsten Morgen beim Frühstück im Mund hatte. Einfach unglaublich. Die Show der Jungs war aber auch echt der Hammer und nun weiß ich auch warum immer gesagt wird die Jungs muss man einmal Live gesehen haben. Selbst Lieder die man im Fernsehen nicht mag vergöttert man auf dem Konzert. Übrigens wirkten auch bei dem Konzert noch die Ärzte nach, den als die Arnim die Ärzte erwähnte begann das Publikum zu skandieren Hubschrauber und man sah eine sichtbar verwirrte Band. Am Ende gab es noch einen kollektiven Massenstrip bei dem (fast) alle Männer auf Aufforderung der Band das T-Shirt auszogen. Auch ohne homoerotische Gefühle zu entwickeln muss ich schon zugeben, dass es ein ziemlich geiles Gefühl war mit den anderen warmen, verschwitzen Männerkörpern beim Springen zu Let Me In zusammenzustoßen.
Und damit liebe Kinder schließt sich die Akte Highfield 2008 für heute. Ich hoffe ihr habt beim Lesen dieser Artikelserie zumindest ein Prozent des Spaßes gehabt, den ich an diesem Wochenende hatte.
Gute Nacht und auf Wiedersehen.