Was erwartet den Leser auf deinem Blog?
Die alltäglichen Gedanken eines leicht neurotischen Cholerikers. Hört sich jetzt ein wenig seltsam an, ist aber so. Tatsächlich rege ich mich ziemlich oft über Gott und die Welt auf oder ich provoziere durch meine Art Dinge über die ich mich aufregen kann oder peinliche Situationen …
Mein Blog ist eben ein typisches Weblog. Ein digitales Tagebuch in dem ich versuche meine täglichen Erlebnisse und Gedanken unterhaltsam darzubieten oder mir einfach was von der Seele schreibe …
Teilweise findet man bei mir aber noch “storys” die mein Alter-Ego Conhead erlebt. Fiktive Geschichten also, mit Wahrheit im Kern oder auch nicht. Das sind dann nicht nur unvollständige tägliche Beiträge. Hier gebe ich mir ein wenig mehr mühe und versuche das Ganze mehr ins literarische Eck zu bringen. Auch wenn mir meine bisherigen versuche eher peinlich sind. Aber was soll es.
Es gibt also so einiges!
Bei vielen Blogs hat der Name eine geradezu mystische Bedeutung. Welches Geheimnis versteckt sich hinter deinem Blognamen?
Hier muss ich ausholen. Nicht nur mytische, sondern gar epische Bedeutung!
Es begann alles mit meinem Spitznamen: Conhead bzw. Conehead. Im pubertären Alter wollte ich meinem Protest gegen Gott und die Welt Ausdruck verleihen. Das habe ich dann gemacht, in dem ich mir meine Haare abrasierte. Damit sah ich dann nicht nur wie ein blöder Fascho aus, sondern auch noch wie ein Hauptdarsteller aus dem Film “Coneheads” – ich habe einen Eierkopf.
Aus Conehead wurde dann irgendwie schnell Conhead. Warum weiß ich nicht, hört sich aber besser an finde ich. Conhead hat noch die Besonderheit, dass es sinngemäß übersetzt “Knackikopf” heißt und es Bilder gibt auf denen mir immer wieder gesagt wurde “da siehst du aus wie im Knast!”. Also passt es ja.
Das mein Blog broken-promises heißt, führt auf meine Lebenseinstellung im vergangenen Jahr zurück. Irgendwie ging alles schief, ich viel in ein Loch und ertrank im Selbstmitleid … Und weil zu einer richtig schönen Depressiven “alles ist scheiße!”-Einstellung die dementsprechende Musik gehört, lief bei mir zu der Zeit Placebo hoch und runter. Und schwupsdiwups habe ich mir einen Liedtitel geklaut.
Wenn ich den Namen meines Blogs höre überkommt mich tatsächlich immer eine etwas melancholische Stimmung. Zum einen muss ich an das Lied denken, zum anderen hat der Name für mich einfach eine riesige Bedeutung. Er steht für mich für Enttäuschung, Sehnsucht und die Frage nach einem Sinn …
Warum bloggst du eigentlich?
Mit einer ziemlich großen Fresse geht wohl auch immer ein unheimliches Mitteilungsbedürfnis einher. Es gefällt mir ein bisschen an Worten zu feilen und meine Meinung und Überzeugung kundtun zu können. Es ist einfach mein Spielplatz. Ich kann machen was ich will, schreiben was ich will und mich einfach austoben! Wenn es wem nicht gefällt, soll er wegklicken.
Wie bist du überhaupt zum Bloggen gekommen?
Ich lese sehr viel. Unter anderem auch Schriftsteller, die sich mit Kurzgeschichten beschäftigen (Bukowski, Hocher, …). Es gibt ja auch viele Autoren, die witzige Geschichten und Bücher schreiben und ich dachte: “Mensch das versuchste auch mal!”. Natürlich gehört zum “richtigen schreiben” ein wenig mehr dazu aber so bin ich auf die Sache gekommen. Sprache und was man mit ihr so alles anstellen kann ist ein wahnsinniges Spielfeld. Andere spielen Fußball – ich sitze am Rechner und schreibe etwas. Ich denke die Entwicklung vom “Viel-Leser” zum Blogautoren ist nicht untypisch.
Sagst du “der” Blog oder “das” Blog?
In der Regel sage ich Blog. Ich lasse einfach den Artikel weg. Wenn ich mich entscheiden müsste: der Blog. Obwohl es ja das Weblog ist … lassen wir das.

Wir danken conhead für die Beantwortung der Fragen.
Mehr von ihm kannst du in seinem Blog Broken Promises lesen.
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