August 19th, 2010
Es begann am 16. August im Jahre des Herren 2010. Um 10:40 Uhr Ortszeit erwachte ich das letzte mal vor meinem knapp 4-wöchigem Urlaub in den Vereinigten Staaten von Amerika in meinem Bett. zuvor hatte ich knapp sechs Stunden geschlafen, da ich mich durch Spätes Zubettgehen ein wenig an die Zeitumstellung gewöhnen wollte. Im Prinzip sicher keine schlechte Idee, allerdings muss man dabei bedenken mit dieser Taktik generell zu wenig Schlaf abzubekommen. So hab ich die letzten drei Tage vor dem Urlaub nur insgesamt 14 Stunden geschlafen. Aber ich will jetzt gar nicht soviel rumheulen, denn auf die Müdigkeit werde ich noch mehr als genug zu sprechen kommen.
Weiter geht’s mit dem chronologischen Verlauf der Ereignisse. Gleich nach dem aufwachen bin ich ins Bad und habe Zähne geputzt um fünf Minuten zum Bus zu laufen, da ich mit einem Kollegen zum Mittagessen mit gleichzeitigem Wissenstransfer zu USA-Reisen verabredet war. Nach dem Essen ging es dann noch in die Stadt um letzt Dinge einzukaufen, anschließend wurde noch der Koffer gepackt, das Zimmer aufgeräumt, die Blumengießerin eingewiesen und ich habe mich telefonisch von meinen Liebsten verabschiedet. Dann um halb elf Uhr abends war dann auch meine Reisebegeleitung D. eingetroffen. Dann verquatschten wir nach die Zeit bis halb Drei am morgen des 17.08.2010 als unser Taxi kam, welches uns zum ZOB brachte wo uns ein Bus abholte welcher uns dann am Münchner Flughafen absetzte. An dieser Stelle rächte es sich bereits das ich eigentlich nur unter ziemlich idealen Bedingungen schlafen kann. Dann während ich todmüde auf dem Fenster dabei zusah wie der Busfahrer ziemlich unsicher bei jedem Schild aufblendete um die richtige Ausfahrt nicht zu verpassen ratzten die meisten anderen Mitfahrer im Bus ziemlich gemütlich vor sich hin. Aber wie alles hat auch die schönste Busfahrt mal ein Ende und wir erreichten dann schließlich um vier Uhr morgens das menschenleere Terminal 2 des Flughafens.
Wobei wir uns zwischenzeitlich gar nicht sicher waren, ob wir unseren Ausstieg nicht verpasst hätten da wir von den etwa 30 Mitfahrern immer zwischendurch welche ausgestiegen waren und wir am Ende ganz alleine im Bus saßen.
An dieser Stelle unterbreche ich mal die Geschichte und melde mich später wieder.
Mai 6th, 2008
Am Vortag des großen Rennens reiste ich an. Motiviert bis in die Haarspitzen, um mich der Herausforderung zu stellen, den Halbmarathon in Leipzig zu finishen. Zugegeben, in Sachen Trainingsvorbereitung gelang es mir nicht immer die nötige Selbstdisziplin zu generieren und aus diesem Grunde war ein gewisses Maß an Skepsis durchaus vertreten. Im Vorfeld lief ich 2x die Woche jeweils 8 km in lockerem 5min Durchschnittstempo pro Kilometer. Würde ich diesen Speed über die gesamte Distanz von gut 21 km duchhalten, wäre ich meinem Ziel von 1:50:00 h sehr nahe gekommen. Soweit die Theorie. Erfahrungsgemäß sollen aber die letzten Kilometer ja die schwersten sein und schon so manchem Läufer die Säure in die Beine getrieben haben. Eine Woche vor dem großes Rennen wagte ich mich dann an die 14km Distanz. Ergebnis: locker & lässig durchgehalten – das sogar mit einem letzten Sprintkilometer in knapp 4min. Mit dem Wissen dieser Reserven ging es am 20.04.2008 nun also an den Start. Am Vortag holte ich mir noch einen Chip zwecks elektronischer Zeitmessung, damit ich auch in allen erdenklichen Ergebnislisten auftauche. Welch ein Druck
. Anschließend ging es auf die Nudelparty, um den Närhstoffhaushalt zu stabilisieren und um mit Gleichgesinnten über das bevorstehende Abendteuer zu philosophieren.
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April 11th, 2008
Für mich persönlich brachte das vergangene Jahr viel Trubel mit sich. Einschneidende Ereignisse, neue Erfahrungen, oft stellte ich die eigene Einstellung in Frage und starke Zweifel begleiteten den Tag. Immer auf der Suche nach einer Richtung, einer Strategie, vielleicht auch einem Ausweg. Hört sich jetzt alles recht geschwollen an aber wahrscheinlich hat mein bevorstehender Geburtstag auch entscheidend dazu beigetragen. Man macht sich ja schließlich so seine Gedanken. Dass dabei nicht immer Gutes ans Tageslicht kommt, habe ich oft feststellen müssen. Neu für mich: Eine komplett andere Denke durch einige entschneidene Änderungen. Resultat: Kraftschub & neue Hoffnung. Woher kommt das fragte ich mich und ich kam zum Schluss, dass körperliche Betätigung einen großen Anteil an dem “neuen” Lebengefühl hat. Angefangen hat das Ganze bei der gebloggten Diät, im Anschluss konzentrierte ich mich wieder stärker auf das Baggern. Einmal Blut geleckt, richtete ich mir einen Fitnesskeller ein, ging regelmäßig Joggen und Schwimmen. Ein tolles Gefühl sobald man Fortschritte bemerkt. Mittlerweile scheint das Ende der Fahnenstange bald erreicht und ich präsentiere stolz ein Traumwagenergebnis von 75 kg bei einem Körperfettanteil von 11% *protz*. Wenn man bedenkt, dass Profisportler unter 30 mit 8-12% glänzen, ist das doch gar nicht so schlecht. Nun steht sogar der erste Höhepunkt an: Am 20. April werde ich es Elton nachmachen und mich an die Startlinie des Leipziger Marathons begeben. Um klein anzufangen meldete ich mich vorerst zum Halbmarathon. Als Anfänger peile ich dabei eine Zeit von 1:50:00 h an. Ich bin schon total euphorisch und überlege noch ob ich mich mit Junkies-Shirt auf die Strecke mache. Wenn jemand von Euch Erfahrungen mit derartigen Laufstrecken hat, bin ich für sämtliche Motivationstipps sehr dankbar. Schließlich lässt die größte Euphorie auch irgendwann einmal nach. Das im Hinterkopf zu behalten ist wohl das Wichtigste, um den inneren Schweinehund im Zaum zu halten. Also lauf ich, um nicht stehenzubleiben. Wünscht mir Glück!
Dezember 2nd, 2007
Neulich mit zwei Freunden in unserem Stammlokal:
Stimme vom Nebentisch: Eeeentschuuuuldigung?!
Wir: *überhören unauffällig*
Stimme vom Nebentisch: Eeeentschuuuuldigung?!
Wir: *überhören erneut unauffällig*
Dieses Spielchen ging ungefähr eine Minute. Eigentlich genügend Zeit, um sich schon mal einen knackigen Spruch einfallen zu lassen. Mit 80%iger Wahrscheinlichkeit musste das Nebentischgelaber schließlich in einer verbalen Entgleisung enden. Und so kam es…
Stimme vom Nebentisch: Seid iiihr … *Pause* … eeiinne Schwuuulen-WG?
Was soll man da nun sagen? Ziehste den Schwanz ein und sagst gar nichts? Lässt Du Deiner Irritation freien Lauf und nickst zustimmend? Bieteste Paroli per “Oh, das tut uns Leid. Das vierte Zimmer haben wir heute Vormittag bereits vermietet. Aber wir drücken Dir weiterhin die Daumen, Ronny!” ? (Den Herrn kannte ich zufällig mit Vornamen, was jedoch nicht auf Gegenseitigkeit beruht und somit für ein wenig Verwirrung gesorgt hätte.)
Wir entschieden uns letztendlich für Alternative 2. Das aber auch nur aus dem Grund, weil uns in den entscheidenen Momenten nichts Passendes der Kategorie 3 “sei böse und retourniere” einfallen will. Erste Frage: Warum nur zum Teufel ist das so? Zweite: Wie würde Eure Retourekutsche aussehen?
November 13th, 2007
Ich hab mit mir gerungen. Bestimmt 2 Tage, ob ich mich noch ein letztes Mal – vor der Midlife crisis – in meinen einstigen Stamm-Tanztempel wagen sollte. Bist halt kein Spielverderber, dachte ich mir und so gings mit Kollegen und Freunden rein ins Vergnügen. Schon seltsam, wenn die Umgebung so vertraut erscheint, die Tanzwütigen durchschnittlich jedoch eine Dekade weniger auf dem Puckel als damals haben
!
Und dann stand sie da: schlank, dunkle lange Haare, 1.60 groß, Idealmaße. Sie tippte mich an und prostete mir zu. Meint die mich? Bei genauerem Hinsehen war mir dann aber relativ schnell klar, dass ich auch gut und gerne ihr Vater hätte sein können. Also noch ne Runde drehen.
15 Minuter später stand sie da: schlank, dunkle lange Haare, 1.60 groß, Idealmaße. Sie lächelte mich an und prostete mir zu. Meint die mich? Bei genauerem Hinsehen bemerkte ich, dass es diesmal alterstechnisch “matchen” könnte. Es stellte sich raus sie war 34. Die Frage nach meinem Alter beantwortete ich stolz mit 29. Ihre Gegenfrage “…zum wievielten Male denn…” verarbeitete ich schleppend bis gar nicht
! Erst strahlt die Sonne und dann prasselt 15 Minuten später Hagel auf dich herab. Willkommen im Leben
.
Oktober 20th, 2007
Aufmerksamen Werbespotguckern wird dieser hier wohl nicht entgangen sein. Bisher dachte ich die Werbung lügt, doch dann ging auch ich zur Fleischtheke:
Ich: Ein Pfund Gehacktes bitte!
Sie: Gewürzt oder ungewürzt?
Ich: Gewürzt!
Sie: Gern!
Waage: 0,501 kg
Waage: 0,499 kg
Waage: 0,500 kg
Sie: Noch einen Wunsch?
Ich: Nein danke. Das ist ja wie bei Edeka hier.
Sie: Besser
!
Die Konkurrenz schläft nicht
.
Oktober 1st, 2007
…und ich fühl´ mich allein, allein. Flash hat die Koffer gepackt und sich in den Süden abgesetzt. Schon komisch, obwohl man sonst auch meist nur über digitale Wege kommuniziert, scheint man die zusätzliche Entfernung doch auf eine gewisse Art und Weise zu spüren. Ich wünsch Dir Alles Gute da unten, Großer.
Wohin es ihn verschlagen hat, das wird er sicher selber bloggen wollen. Hoffentlich bleibt er bei der Bloggerei treu. *daumengedrückt* Aber ich denke schon. Meine Gene hat er schließlich nicht geerbt, worüber ich auch ganz froh bin
.
September 21st, 2007
Mittlerweile geht es uns Rauchern ja bekanntlich an den Kragen. Nach einigen Gesprächen mit Nichtrauchern fiel mir auf, dass viele von Ihnen sogar mit uns fühlen. Soll heißen, selbst der ein oder andere Nichtraucher empfindet die neuen Verbote als unverhältnismäßigen Einschnitt in – nun wie sag ich es jetzt(?) – die Menschenrechte. Um das vorab klarzustellen, ich bin als Raucher Befürworter dieser neuen Regelungen. Man muss den Nichtrauchern doch auch mal etwas zurückgeben. Woher diese Meinung? Nun, ich spürte es am eigenen Leibe als ich letztens beim MIA-Konzert im Hannoveraner Capitol vergeblich die Ascher suchte. Eine Frage bei der netten Bardame, wo denn die Raucherbereiche seien, entlockte ihr die Antwort:
Draußen oder oben in der Glasvitrine!
Draußen war kalt, also gings nach oben. Und Glasvitrine war wirklich nicht untertrieben. Das Capitol hält seine rauchenden Gäste auf ca. 20 qm, gönnt ihnen somit dermaßen wenig Auslauf, dass ein Beklemmungsgefühl nicht zu leugnen war. Das eigentlich Schlimme daran war jedoch die Lüftungsanlage, die es offensichtlich nicht gab. Somit postierte ich mich direkt an der Glastür, nahe an der Schwelle zum Nichtraucherbereich, um mich bei akuter Atemnot just-in-time retten zu können. In dieser Pole-Position konnte ich die Kommentare der eintreffenden Raucher nicht überhören. Die Begeisterung hielt sich in Grenzen, wie ihr euch vorstellen könnt. Die Rauchentwicklung war nämlich selbst für die “Weggesperrten” kaum zu ertragen. Und genau in diesen Augenblicken stellt man sich wieder die Frage: “Warum tu´ ich mir das eigentlich an?”. Berechtigt.