Sch(l)üssige Mitgliedergewinnung
Januar 11th, 2010Neulich am Vereinsheim der ortsansässigen Schützengilde:

Hier kämpft man noch mit harten Bandagen um jedes Miglied
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Neulich am Vereinsheim der ortsansässigen Schützengilde:

Hier kämpft man noch mit harten Bandagen um jedes Miglied
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Auch das hohe Alter schützt manchmal vor Dummheit nicht. So habe ich mich nach drei Jahren Pause gestern dazu hinreißen lassen mal wieder Tennis zu spielen. Zwar hat das von der Technik erstaunlich gut geklappt, allerdings habe ich mal wieder eine Lektion bekommen wie sehr mein Adoniskörper in den letzten Jahren an Vitalität verloren hat. Zum Glück konnte ich durch mein Joggen zumindest der Atemnot während des Spiels vorbeugen, aber heute hat wohl jeder Muskel meines Körpers einen Kater *stöhn*.
Außerdem habe ich mir an den Füßen einige Blasen zugezogen und bin jetzt unentschlossen, was ich damit mache. Früher habe ich die einfach aufgestochen, damit das Wundwasser abfließen kann. Dann wurde mir mal gesagt, dass das aufstechen ganz schlecht sei, weil in der entlüfteten Blase dann Keime festsetzen und zu einer Infektion führen können. Also einfach alle tote Haut wegschneiden und die “Wunde” an der Luft ausheilen lassen. Oder man lässt einfach alles so wie es ist, und muss mit dem ständigen Druck auf der Blase leben.
Die Idee könnte von mir sein, aber ich war es nicht. Laut einen Zeitungsbericht wurde ein Transporter mit 800 Glühweintassen des hiesigen Weihnachtsmarktes gestohlen. Als stadtbekannter Weihnachtsmarkt-Glühweintassenfetischist muss ich ja darum fürchten, dass die Polizei jede Minute bei mir mit einem Durchsuchungsbefehl aufkreuzt.
An dieser stelle sei angemerkt, dass die Aktion Tassentausch natürlich auch dieses Jahr ihre Gültigkeit besitzt. Wer also mir einen Gefallen tun möchte und gleichzeitig eine 20 € Spende tätigen will der übersende mir seine Weihnachtsmarkttasse.
Achtung mindestens 25 notgeile Neuseeländer sind unterwegs: http://www.donaukurier.de/2203352
Der dümmste erste Eintrag aller Zeiten ist meiner.
Wo das erledigt ist, erkläre mir mal einer warum man twitter braucht.
Darf ein Bademeister am FKK-Strand eigentlich eine Badehose tragen?1
Und falls nein, muss er sich das DLRG-Logo auf die Haut tätowieren lassen?
Zack Bum, aus ist es. Heute habe ich gehört, dass der Neffe meiner Putzfrau1 bei einem Autounfall ums Leben gekommen ist. Frau und Kind saßen auch im Auto und sind wohlauf, aber der Mann hat es nicht überlebt. Das lag wohl daran, dass der Gute vergessen hatte den Sicherheitsgurt anzulegen. Da ich weder de Neffen noch die Putzfrau je gesehen habe geht mir der Unfall im Prinzip am Arsch vorbei und ich kann nur sagen “Selber Schuld!”
Allerdings ist es mal wieder so ein Punkt an dem mir wieder einmal schmerzlich bewusst wird wie schnell das Leben vorbei sein kann. Und warum? Wegen einer Lappalie. Denn mal ganz ehrlich: Ein Sicherheitsgurt stört doch bei Autofahren nicht im Geringsten. Und trotzdem sind sich 6%2 der Autofahrer zu fein dazu den anzulegen. Und so wird aus einem: “Mir kann eh nichts passieren” ein Fall bei dem die Frau im Auto 10 cm neben ihrem toten Mann sitzt, dessen Gesicht bestimmt nicht mehr so schön aussieht wie 10 Minuten zuvor. Allein bei der Vorstellung eines solchen Anblicks dreht sich mir schon der Magen um.
Sterben ist immer scheiße, aber dann nur weil man zu eitel / faul / blöd war die Hand mal von oben links nach unten rechts zu führen ist wirklich an dumm gelaufen kaum zu überbieten. Von den Vorwürfen der Ehefrau / Freunde und Familie a la “Hätte ich ihm nur mal gesagt er soll den Gurt anlegen” will ich gar nicht sprechen.
So langsam geht mir die Muffe. Der Hamburg-Marathon rückt näher und näher. Nach der vorbereiteten Quälerei im letzten Jahr über die halbe Distanz, heißt das große Ziel in diesem Jahr: 42195 Höllenmeter verputzen. Anmerkung: Verniedlichung hilft, die Streckenhärte im Kopf zu reduzieren. Ich steh’ drauf mich selbst zu belügen. Vielleicht der falsche Weg, ganz bestimmt sogar, aber irgendwie muss man ja die Horrorgedanken von Übernachtungen im Sauerstoffzelt wegbrezeln. Wie auch immer,
Rollstuhlspenden für danach sind immer gern gesehen. Haltet mir die Daumen, dass ich fortan noch viele Junkiepakete mit Glühweintassen zur Post bringen kann.
Nachtrag:
Ich stelle mich natürlich auch gern als Werbefläche zur Verfügung, um meine Powershakes zu finanzieren. Ausgenommen sind allerdings Werbeverzierung in Form von Tattoos. Von der Vermarktung solch’ komischer Projekte halte ich übrigens auch nicht viel. Wem sowas einfällt – tsstss. Wobei – so ein Riesendildologo neben der Startnummer macht mich irgendwie unberechenbar für die Konkurrenz
Wie ungewöhnlich. Die Kassiererin hebt den Kopf und will von Dir Dein Bestes. Kohle. Im Schlimmsten Falle sogar Alles, was Du besitzt. So passiert gestern, als ich mir mein wohl verdientes Mittagessen (Tiefkühlfutter + gekühlten Nachtisch) geschossen habe. 2 Artikel, die für mich einen entspannenden Tagesverlauf garantieren schlugen mit 3,08 € zu Buche und siehe da, nach der Geldübergabe war kein Stück Metall mehr in meiner Geldbörse. Abgebrannt bis auf den letzten Cent aber irgendwie doch sehr freudig gestimmt, geradezu belustigt. Auf die an die Kassiererin gerichtete Feststellung: “Sie habe mir alles genommen”, erntete ich nur leere Blicke. Passiert denen wahrscheinlich jeden Tag sowas. Für mich ein schon eher seltenes Erlebnis. Schnapszahlen blitzten mir schon oft vom bösen Kassendisplay entgegen – sogar die böse 6,66 € – aber, dass ich wirklich Alles hergeben muss ist eine Premiere. Frage ich mich doch, was noch so alles an ulkigen Sachen am Laufband passieren kann.
Achso, und wer errät wat ich jenau jekooft habe, dem spendiere ich 3,08!