Das Nazi-Paradoxon
Dezember 30th, 2009Ist es nicht seltsam, dass die Nazis nach blonden und blauäugigen träumen und sich gleichzeitig die Haare abrasieren, sodass man gar nicht kontrollieren kann, ob diese selber blond sind?
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Ist es nicht seltsam, dass die Nazis nach blonden und blauäugigen träumen und sich gleichzeitig die Haare abrasieren, sodass man gar nicht kontrollieren kann, ob diese selber blond sind?
Als Leie staunt man nicht selten darüber, wie Profis mit schnörkelloser Eleganz in Sekundenschnelle Tätigkeiten verrichten, für die ich eine Ewigkeit bräuchte.
Bestes Beispiel ist das Fensterputzen. Ein Profi macht schnell die Scheibe nass zieht seinen Abwischer in einer gekonnten Wellenbewegung drüber und schon ist die Scheibe streifenfrei sauber. Ich erspare euch jetzt die Einzelheiten, wie verkrampft ich an die Sache herangehe, aber seid versichert, dass ich mindestens die zehnfache Zeit benötige um mich dann trotzdem über die mehr als gut sichtbaren Schlieren zu ärgern.
Getreu dem Motto “Was Friseure können, können nur Friseure” kann ich auch nur anerkennend sagen “Was Fensterputzer können, können nur Fensterputzer”.
Gestern habe ich (im Fernsehen) gesehen wie praktisch das Leben ist, wenn man bisexuell ist. Da saß eine bisexuelle Frau morgens am Frühstückstisch und las in den Kontaktanzeigen. Dann meckerte sie, dass nur blöde Frauen annonciert hatten und widmete sich den Männern.
Schon praktisch, wenn man so eine große Auswahl hat. Da die Dame trotz ihrer Wahlfreiheit noch immer Single ist, hat sie zum Glück auch bewiesen dass es sich mit der Bisexualität nicht um den Königsweg handelt. Puh, da kann ich mich ja weiterhin darauf beschränken bei nur einem Geschlecht kein Erfolg zu haben.
Auch das hohe Alter schützt manchmal vor Dummheit nicht. So habe ich mich nach drei Jahren Pause gestern dazu hinreißen lassen mal wieder Tennis zu spielen. Zwar hat das von der Technik erstaunlich gut geklappt, allerdings habe ich mal wieder eine Lektion bekommen wie sehr mein Adoniskörper in den letzten Jahren an Vitalität verloren hat. Zum Glück konnte ich durch mein Joggen zumindest der Atemnot während des Spiels vorbeugen, aber heute hat wohl jeder Muskel meines Körpers einen Kater *stöhn*.
Außerdem habe ich mir an den Füßen einige Blasen zugezogen und bin jetzt unentschlossen, was ich damit mache. Früher habe ich die einfach aufgestochen, damit das Wundwasser abfließen kann. Dann wurde mir mal gesagt, dass das aufstechen ganz schlecht sei, weil in der entlüfteten Blase dann Keime festsetzen und zu einer Infektion führen können. Also einfach alle tote Haut wegschneiden und die “Wunde” an der Luft ausheilen lassen. Oder man lässt einfach alles so wie es ist, und muss mit dem ständigen Druck auf der Blase leben.
Für viele geborene Zonenkinder Neubundesbürger hat das Weihnachtsfest neben der Völlerei und dem zusammen sein mit der Familie noch einen weiteren positiven Nebenaspekt: Die Pilgerfahrten ins Land der Ahnen – sprich in die Heimatstadt der Jugendjahre. Und da dieser Pilgerinstinkt wohl (fast) allen Ossis in die Wiege gelegt wurde hat man zu Weihnachten eine Chance auch mal wieder mit alten Schulkameraden zusammenzutreffen.
Stellt sich nur, was macht man als geschlechtsreifer (geborener) Kleinstädter abends in einer Stadt, die durch das ausbluten der Jugend im Nachtleben komplett ausgetrocknet ist?
Im konkreten Fall endete es gestern zuerst in einer (leider verrauchten) Cocktailbar mit einem DJ, der noch vom Vater zum Auftritt gefahren wurde. Anschließend ging es dann Stilecht zum Kleinstadttreffpunkt schlechthin: dem McDonalds. Mit der passenden Gesellschaft kann man es da übrigens 5 Stunden am Stück aushalten.
Auch wenn ich gelegentlich genussvoll ein Gläschen Wein schlürfe, so sind mir doch die Leute suspekt die den Wein vor dem Trinken erstmal dekantieren. Ganz unglaubwürdig sind für mich dann aber die Weinkenner, die selbst Wein aus Tetrapaks aus dem Dekanter trinken.
Wenn man sagt Geschichte wiederholt sich ist damit eher etwas schlechtes Gemeint, da die Menschheit nicht aus den Erfahrungen der Vergangenheit gelernt hat. Manchmal ist es aber schön, wenn Geschichte sich wiederholt. So kann der gute Onkel flash dieses Jahr *trommelwirbel* den Weihnachtsmann für seinen Neffen spielen.
Hach, wat ist das schön. Vor fünfundzwanzig Jahren habe ich (als) kleiner Knirps noch selbst dem Mann im roten Mantel entgegengefiebert, als er leibhaftig vor mir stand vor seiner Rute gezittert und natürlich wie Bolle über seine Geschenke gefreut. Nun nehme ich selber die Rolle des Weihnachtsmannes ein. Irgendwie fühle ich mich dadurch ein wenig an Boyzones Cat Stevens Father and Son erinnert, da mit dieser Aufgabe im übertragenen Sinne ein Staffelstab von der Generation meiner Eltern an die meinige Generation übergeben wurde. Einerseits erschreckend, andererseits auch schön.
Gebohrt hat er nicht aber trotzdem ist mir klar geworden, warum vielen Menschen der Zahnarztbesuch so unangenehm ist. Denn grundsätzlich muss man mindestens 30 Minuten im Wartezimmer warten und diese Zeit ist die Hölle. Nicht nur, dass man aus der furchterregenden Bohrer hört. Nein viel schlimmer, man sitzt dann im Wartezimmer und spürt in die eigenen Zähne hinein und zweifelt an der eigenen Zahngesundheit. Ist da nicht doch ein kleines Löchlein, welches erst unter unmenschlichen Schmerzen aufgebohrt und dann lieblos zugespachtelt wird? – Sprich, der alltägliche paranoide Wahn im Zahnarztwartezimmer.
Gleich gehts zum Zahnarzt. Wünscht mir Glück.
Grade gute 45 Minuten an einem Artikel geschrieben und dann ne falsche Taste gedrückt und nun ist alles weg.
Fuck! Fuck! Fuck!