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bezahlte Einkaufswagen machen asozial

November 8th, 2008

Ist euch schon einmal aufgefallen wie sehr die modernen Einkaufswagen zur Entfremdung der Menschen beitragen? Erst heute ging es mir beim Einkaufen so. Als ich gerade alles im Auto verstaut hatte, parkte neben mir ein älteres Ehepaar ein. Nun wäre es ein leichtes für mich gewesen, sie zu fragen ob wir alle uns nicht einen Weg sparen wollen und ich ihnen den Einkaufswagen überlassen soll. Sie hätten dann gesagt, oh wie freundlich von ihnen und alle Beteiligten wären glücklich gewesen.
Das allerdings ging so nicht, da ich in den Einkaufswagen meinen Einkaufswagenchip hineingesteckt habe. Den brauche ich natürlich wieder. Um ich bezweifle stark, dass man die Senioren hätte überzeugen können, dass mir diese ihren Einkaufswagenchip überlassen.
Aber selbst wenn ich nur grofanes Geld in den Klapperwagen gesteckt hätte, wäre es aufgrund des unpraktischen Entwurfs der Euromünzen nicht möglich unter fairen Bedingungen Wagen gegen Geld zu tauschen. Zum einen kann der Wagen mit 50 Cent un 1 Euro zwei verschiedene Münzen aufnehmen. Da besteht ein gewisses Risiko, dass die Rentner ausgerechnet nicht den passenden Kleingeldbetrag zur Verfügung haben. Weiterhin kann man wegen des farbigen Randes nicht unterscheiden, ob gerade ein lächerlicher Fuffy oder ein ganzer Euro im Wagen steckt. Misstrauische Senioren wittern da doch gleich einen gewieften Trickbetrüger, wenn ich wahrheitsgemäß behaupte, dass der Wagen mit einem Euro gefüttert ist.
Da mir das alles zu blöd ist schiebe ich den Wagen einfach in seine Bucht zurück. Gäbe es die Wagen kostenlos wäre es kein Problem für mich sozial zu agieren, aber mit den gefräßigen Münzschlössern leben die Menschen einsam nebeneinander her. Das ist die traurige Fratze des Kapitalismus.

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Die Bürokratie des Streiks

November 4th, 2008

Auch bei meinem Arbeitgeber steht bald ein Streik an. Und was macht man da als vorausschauender Arbeitnehmer? Richtig: Man stellt sich einen Termin STREIK im Outlook ein und lädt befreundete Kollegen zum gemeinsamen Streik ein.

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Internet-Pornos machen depressiv?

November 3rd, 2008

Wie ich gerade lese, besteht eine Korrelation zwischen dem Konsum von Online-Pornos und Depressionen. Das ist zwar ein Indiz, aber noch lange kein Beweis für einen direkten Zusammenhang.
Also Männer, stellt euch in den Dienst der Wissenschaft und konsumiert hemmungslos alle Pornos aus dem Internet die euch in den Browser kommen. Anschließend tut der Wissenschaft den Gefallen und gebt ein kurzes Feedback über eure Gefühlslage.

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Mitnahmementalität

November 1st, 2008

Wenn es Dinge kostenlos gibt bin ich wie sicher viele andere von euch sofort dabei, egal ob ich es brauche oder nicht. Gestern gab es eine Grippeschutzimpfung. Muss man((zumindest in meiner körperlichen Situation)) zwar nicht unbedingt haben, aber wenn es Gratis ist nimmt man das gerne mit. Zumal man so ja auch in Kontakt mit jungen Ärztinnen kommen kann.
Heute frage ich mich ob das eine so gute Idee war, denn heute geht es mir Hundeübel. Auch wenn es keinen direkten Beweis gibt ist der kausale Zusammenhang doch ziemlich offensichtlich. Ich habe wohl alles an Nebenwirkungen, was man nur haben kann. Rötung an der Einstichstelle, Fieber, Mattigkeit und so grausame Kopfschmerzen, dass ich mir wünschte jemand würde zur Linderung mit einem Eispickel auf die Rübe hauen. Schlimmer kann es ja nicht werden.
Zum Glück ist Wochenende und ich kann mich im Selbstmitleid baden und 23 von 24 Stunden lethargisch im Bett verbringen.

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Besuch vom Finanzamt

November 1st, 2008

Vor Kurzem klingelte es an der Tür meines Arbeitgebers und es trat ein äußerst sympathisch erscheinender Herr in unsere Bürolandschaft. Mein Typ wurde verlangt also trat ich näher, begrüßte ich ihn überschwänglich, fragte nach seinem Befinden und bot ihm meine Hilfe an. Er entgegnete er sei schon lange auf der Suche nach mir gewesen und weil man mich so schlecht antreffen könne, blieb ihm nichts weiter übrig als mich im Büro aufzusuchen. Was der mir wohl verkaufen will dachte ich mir noch so, bis er seinen Dienstausweis zückte und mir im gleichen Atemzug mitteilte, der Staat schickt ihn, genauergesagt das Finanzamt. Mein Puls schoss ruckizucki in bislang unerreichte Höhen und ich hatte mich in Gedanken schon mit der silbernen Acht auf dem Rücken abgefunden. Aber alles halb so wild, schließlich mache ich immer sorgfältig meine Steuererklärungen, so dass ich nichts zu befürchten hatte. Grund seines Besuches: die Glühweinjunkies und die damit verbundene nebenerwerbliche Tätigkeit. Irgendwie schon witzig, dass wir das Privileg genießen persönlich betreut zu werden. Offensichtlich gibts nicht so viele Web-”Groß”-verdiener in der Provinz, so dass man den bösen Internetunternehmern mal direkt ins Auge schauen wollte. Ich freu mich schon auf die erste Betriebsprüfung, denn in einem Nebensatz ließ er verlauten, dass das sein eigentlicher Job sei. Vermutlich war der Umsatzsteuerfragebogen also nur Fassade und das SEK plant schon den Zugriff. Bilder davon dann wie immer im Blog.

Autor: schlawinski| Tags: keine Tags vorhanden
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