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Pfiati

Nein ich bin nicht auf die Tastatur gefallen. Pfiati ist wirklich-wahrhaftig ein Wort, sogar ein Deutsches. Naja vielleicht nicht Deutsch, aber zumindest Bayrisch. Schon wirklich ein seeeehr seltsames Wort. Man hört es zum ersten Mal und hat sofort ein großes Fragezeichen im Gesicht. Und man hört es hier andauernd und hat zumindest schnell raus was es bedeutet. Aber versucht es mal zu schreiben. Keine Chance, schließlich wird es ja mit massivem Dialekt ausgesprochen. Mein Tipp wäre Fürtdi gewesen, aber abgesehen vom Abschließenden i passt da gar nichts.

Trackback | Autor: flash| Tags:

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10 Antworten to “Pfiati”

  1. Andi sagt:

    Ja, genau darüber habe ich mir auch schon den Kopf zerbrochen. Obwohl ich Hesse bin, würde mich der Ursprung des Wortes wirklich interessieren.

  2. Albert sagt:

    Als jemand, der mit diesem Wort aufgewachsen ist (nein, kein Bayer sonder Tiroler) darf ich kurz erklären:
    Pfiat di (oder Pfiati) soll soviel bedeuten wie: Behüte dich [Gott].
    Wenn man noch ein Stück westlicher geht (nach Vorarlberg) heißt es dann “Pfüat di”. Das hat irgendwas mit der zweiten Lautverschiebung zu tun. Details müsste ich bei meinem Linguisten erfragen :)

    mfG,
    A.

  3. Dandu sagt:

    @Albert: gute Erklärung. Da stimme ich dir als Vorarlberger zu. :-)

  4. flash sagt:

    Ich dachte ihr Südlichter verwendet das Wort nur aus Gewohnheit wie ich “Tschüss”. Aber Wahnsinn, dass ihr daraus noch einen Sinn zieht.

  5. Miss Sophie sagt:

    Behüte dich Gott, genau so solls im Hochdeutschen klingen.
    ich glaube das kommt vom bzw führt zum Wort führen.

    Hier schreib ich jetzt nur mit weil mir sowas gefällt.
    Erklären kann ichs auch kaum.

  6. Lykanthrop sagt:

    Als Franke und langjähriger Beobachter der bayerischen Mundart sag ich doch auch mal was dazu. Die lange Form wäre “pfiat iana goot” – Übersetzt: Führe Sie Gott.

    Ich hoffe die Schreibweise kommt einigermaßen an das gesprochene heran.

  7. Da Bene sagt:

    I kenn des als “Pfiad eana God”
    Servus aus Aubing (keat offiziei zu Minga=München)

  8. sjoggele sagt:

    Danke, das hat mich als ex-bayer auch schon immer interessiert, was es mit pfiati auf sich hat.
    Vielleicht sollte man es aufgrund der etymologie dann vielleicht “b’hüat di” schreiben?
    Das h klingt ja nach dem Plosivlaut fast automatisch wie ein “f”.
    “Pfiati” sieht italienisch aus, die Trennung zwischen den beiden ursprünglichen Worten, die man ja in der Aussprache schon noch hört geht verloren und intuitiv rutscht der Akzent vom “i” aufs “a”.

    Aber danke, hab mal wieder was gelernt!
    lgj

  9. sjoggele sagt:

    pfiare = führen würde natürlich auch passen, dann würde pfiati wieder mehr sinn machen. hm.

  10. Bernhard Frei sagt:

    “Behüt’ dich Gott” heißt auf Französisch: Adieu! Also “dass Gott dich behüte!” Und staune: italienisch “ciao” kommt von Adieu (verballhornt in “a djiao”). Und staune nochmals: auch im “tschüss” steckt das lateinische Wort “deus – Gott”, wieder wird der Vokal am Anfang “deus – djeus – zeus (!) – tschüss”.
    So sieg holt i’s in Südtirol. Und “Pfiet enk olle mitanonder!”

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