GSDS: Überfettet aber unterernährt #1 (Tomatengruen)
Fett wie nie oder dünner als dünn. Das ist die Situation um uns herum.
Was ist nur los mit unserer Gesellschaft? Nahrungsmittel im Überfluss, reichhaltigste Obst und Gemüseabteilungen ohne Saisonsbegrenzung. Alles da um sich ausgewogen zu ernähren. Reicht das nicht? Wissen wir es nicht oder was?
Haben wir den keine Ahnung wie’s geht?
Klar haben wir das. Jeder weiss doch was man tun sollte. An was liegt’s dann? Ignoranz? Dummheit? Eher ersteres.
“Wenn schon dann richtig” oder “Ist eh schon egal…” sind bekannte Sprüche. Der Reiz, die falschen Lebensmittel im Übermass zu uns zu nehmen, ist naheliegend.
Die Supermärkte quellen über mit knallbunten Lockpackungen der sogenannten leeren Kohlenhydraten. Die derzeit in Deutschland diskutierte Steueranhebung von 7% auf 19% solcher Lebensmittel wird die Situation, wie bei Rauchern, sicherlich auch nicht drastisch verändern, da gebe ich meinem Bloggerkollege recht, vermutlich aber neues Geld in die Kassen spülen, um das jetzt schon finanziell angeschlagene Gesundheitssystem etwas zu sanieren. Denn eines ist klar. Unsere Gesundheitskassen sind in naher Zukunft nicht auf die Kosten ausgelegt, die Adipositas oder ernährungsbedingte Krankheiten mitbringen werden. Der Apparat ächzt.





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Juni 25th, 2007 at 1:58 pm
Ein ganz ganz wichtiger Aspekt ist auch der unsichtbare.
Unser Seelenheil ist mit zunehmendem Streß gewaltig ins Wanken geraten und dieses Ungleichgewicht steigert sich, jemehr wir krampfhaft versuchen, wieder ins Lot zu kommen.
Das Essen als Lustbefriedigung soll diese Störung ausgleichen.
Übersteigerte Lust auf Süßes (Zucker als kurzfristige Nervennahrung),
unkontrollierbares Verlangen auf Mehr! (was auch immer, oft Salzgebäck)
verminderte Bewegung an der frischen Luft (Unlust, sich aufzuraffen und hinauszugehen),
vermehrte Übermüdung (Arbeit, Kraftlosigkeit –> falsche Ernährung)…
Dies sind nur einige Aufzählungen aus dem Teufelskreis der seelischen Unterernährung, die wir versuchen, durch physisches Vollstopfen mit künstlichen Geschmacksverstärkern usw. wettzumachen.
Das Loch in der Seele (oder im Herzen) füllen wir mit dem Ausstopfen des Bauches.
Oder: Füll den Bauch, damit Du Deine Leere nicht mehr fühlst…
Ein Aspekt unter vielen, der uns Menschen verleitet, die bunten Packungen in den Einkaufswagen zu packen.
Zeitmangel (Stress) ist ein weiterer. Keine Zeit zum Einkaufen, Kochen, Hinsetzen zum Essen, also ab zum Fast-food-restaurant.
Eins gibt dem Anderen die Hand und fördert die Fehlernährung.
Es gäbe Seiten zu füllen, wenn wir anfangen, darüber nachzudenken.
Also, ändern wir doch was…
lg Marion!
Juni 25th, 2007 at 2:17 pm
volle Zustimmung!