Vorreiter im Klimaschutz?
Wenn ich jetzt die aktuelle Verlautbarung unseres Umweltministers höre, dass Deutschland eine Vorreiterrolle beim Umweltschutz übernehmen will, kann ich das nicht unbedingt ernst nehmen. Schließlich leben wir in einem Land, welches über 2 Jahre benötigte um den breiten Konsens über eine Förderung von Russpartikelfiltern umzusetzen. Und mal ehrlich: im Alltag gibt es so viele “kleine” Umweltsünden welche sich zu riesigen Sünde addieren. Was ist mit den tausenden offenen Kühlregalen in Supermärkten, den energiefressenden Glühbirnen oder dem hohen Standbyverbrauch von Elektrogeräten? Allesamt könnte man diese einfach durch Gesetze unterbinden, ohne dass es jemanden wirklich wehtut. Die Politik hält sich da aber raus, z.B. weil es zu sehr in den freien Markt eingreift. Ich frage mich wirklich ob diese minimale Regulierung nicht hinter dem großen Zweck des Umweltschutzes zurückstehen muss?
Solange man nicht mal das Grundlegende nicht in den Griff bekommt halte ich den Begriff Vorreiter für sehr inhaltslos.

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April 26th, 2007 at 13:43
Immerhin sind wir nur auf Platz 5 der Energieverschender in Europa (UK ist 1). Ein paar Tipps zum Energiesparen (wie die oben angesprochenen) liefert die BBC News-Seite gleich dazu
April 26th, 2007 at 15:40
Und das obwohl uns doch täglich vorgebetet wird wie Umweltbewusst wir Deutschen sind. Man kann viel machen, aber man ist halt auch zu faul, da nehme ich mich nicht aus. Wobei ich oft schon Versuche Umweltbewußt zu handeln.
Ich habe ja extra Beispiele gewählt die einen breiten Konsenz hervorrufen. Als geborener DDR-ler weiß ich auch noch wie viel weniger Müll es zu Ostzeiten gab. Man nimmt diese tausenden Verpackungen heute als Selbstverständlich hin, dabei könnte man auch ohne leben, man kann es sich nur nicht vorstellen und kämpft deshalb nicht dagegen an.