März 30th, 2007
Als ich in einem Bericht über den Tod des 50 Tequilla-Jungen die Zahl 4,8 Promille las ist mir wieder eine Episode aus meiner Zeit als Urinkellner Zivildienstleistender eingefallen.
Da hatten wir eines Tages mal auch einen hochprozentig versorgten Patienten. Der hatte mit 5,25 Promille sogar noch ein gutes Eckchen mehr getankt als der verstorbene Jugendliche und war in einem komatösen Zustand. Mit ihm in die Klinik kam seine Frau und die war richtig bedient, denn diesen Vollrausch hat sich der gute Mann ausgerechnet auf der Feier zur silbernen Hochzeit angetrunken.
März 29th, 2007
Beim Konsum englischsprachigen Kulturguts fällt mir immer wieder auf wie flexibel und lebendig die Sprache eingesetzt werden kann. Ein schönes Beispiel ist ein Dialog in der Serie Heros:
Vater:How was school?
Tochter:Schoolish.
Tochter:How was work?
Vater:Workish.
Da wird einfach mal ohne Rücksicht auf Verluste aus einen Substantiv ein Verb, ein Adjektiv oder notfalls auch ein Numeral
gemacht. Für mich ist das immer wieder eine faszinierende Entdeckung, schließlich ist die deutsche Sprache recht steif. Dabei ist Sprache doch gerade erst so schön wenn sie lebt. Und die Serie Türkisch für Anfänger scheint sich zum absoluten Vorreiter für moderne Sprache zu entwickeln, denn heute gab es folgendes zu hören:
Das ist wieder so fiftycentig
fiftycentig welch einen geiles Wort. Kurz, knapp, absolut passend und kreativ. So spielend sollte man immer mit der Sprache umgehen.
März 29th, 2007
Hier ein neues Kapitel von Glühweinjunkies investigativ.
Leider steht mir nicht die Wahnsinnsbildbearbeitungssoftware von CSI zur Verfügung, welche es ermöglicht aus einer schlechten Aufnahme einer Überwachungskamera des sich im Auge widerspiegelnde Bild in großer Schärfe zu rekonstruieren.
Ich hoffe ihr könnt trotzdem in der unteren den Punkt gefüllt. Streuselschnecke entziffern. Auch wenn es nicht ganz so nervig ist wie Josies Abkürzungsproblem so regt mich dieses Werbeschild der Bäckerei jedes Mal mächtig auf, wenn ich daran vorbeilaufe. Welcher intelligente Mensch kommt denn bitteschön auf die Idee das Wort gefüllte mit gefüllt. abzukürzen? Es sind doch letzten Endes gleich viele Zeichen zu tippen. *verwirrtsei*
März 29th, 2007
Währenddessen http://www.googel.de und beispielsweise http://www.gogle.de ihren Weg zu Google finden, blieb ich soeben mit http://www.gooeld.e auf der Strecke. Tja, wenn Zeitdruck und Routine im Einklang marschieren.
März 29th, 2007
Lang:
Denk ich an Deutschland in der Nacht, bin ich um den Schlaf gebracht
Eigentlich höre ich abends zum Einschlafen die Radiotalksendung BlueMoon auf Fritz. Bei der heutigen Sendung zum Thema der Bundestrojaner (ab Morgen früh downloadbar) bin ich dann so aufgewühlt, dass ich komplett um den Schlaf gebracht bin.
Das Thema der zunehmenden staatlichen (Netz)Überwachung und Kontrolle ist wirklich ein Punkt der mich jedes Mal aufs Neue beschäftigt und erschreckt. Aus meiner Sicht wurden in den letzten Jahren so viele dramatische Fehlentscheidungen getroffen wurden deren Bedeutung vielen Bürgern noch nicht klar ist. Und es ist irgendwie sehr deprimierend zu sehen, dass in der Politik keine Richtungsänderung zu erkennen ist und man eigentlich auch nichts wirklich dagegen unternehmen kann. Stattdessen wird man mit populistischen Phrasen aber weltfremden Phrasen zugedroschen. Da ich mich schon einmal über den Bundestrojaner ausgelassen habe und das Thema in diesem Podcast ausführlich behandelt wird will ich dieses Mal die Hacker-Tools, also die Programme mit deren Hilfe man Sicherheitssysteme von Computern überwinden kann, als Beispiel nehmen. Auf den ersten Blick eine gute Sache, schließlich verhindert man so das Hacken von Computern.
ABER
dieser Ansatz hat einen großen Denkfehler. Denn diese Hacking-Tools werden nicht nur von bösen Menschen genutzt sondern auch von einer Unzahl an technisch interessierten Menschen die die vorhandenen Systeme auf Sicherheitslücken untersuchen, diese melden und somit für mehr Sicherheit in der Informationstechnik sorgen. Trotz des Verbotes werden die bösen Menschen weitermachen aber die Guten müssen aufhören und in der Folge wird die Sicherheit der Informationssysteme nicht mehr öffentlich diskutiert, was wiederum zur Folge hat, dass die Informationssysteme immer unsicherer werden und so wird durch ein populistisches Gesetz genau das Gegenteil von dem eigentlich Gewollten erreicht.
An der späten Stunde liegt es wahrscheinlich auch, dass ich jetzt sehr weit von meinem eigentlichen Ziel abgekommen bin, denn eigentlich wollte ich sagen, dass wir mittlerweile alle Voraussetzungen haben einen Überwachungsstaat wie die DDR zu etablieren. Einzig die Umsetzung ist (noch) nicht ganz auf Ostniveau. Es ist schon lustig, dass wir diese Entwicklung bei uns (Deutschen) selber nicht merken aber über die ähnlichen Entwicklungen in den USA verwundert den Kopf schütteln.
Bevor ich jetzt noch groß weitere konfuse inhaltliche Sprünge mache schließe ich mit den Worten Alles ist Scheiße und gebe euch den Hinweis gezielt nach Medien, wie Telepolis, Ausschau zu halten, die sich mit den Problemen der Digitalen Gesellschaft beschäftigen.
Respekt allen die durchgehalten haben und sorry wegen der Fehler, bin halt sehr müde aber schlaflos
März 28th, 2007
Bei Türkisch für Anfänger ist mir gestern eine interessante Frage gefallen:
Habt ihr schonmal gepettingt?
Ich finde das Wort gepettingt höchst faszinierend. Schließlich kennt man das Substantiv Petting als typisches Bravowort. Und beim Hören von gepettingt fiel mir auf, dass es eigentlich kein Verb zu Petting gibt. Wir Deutschen brauchen die schwere Hilfskonstruktion Petting machen. Warum können wir das Wort nicht einfach zum pettingen verwerben?
März 28th, 2007
Man ist es ja schon länger gewohnt, Jugendliche zu sehen deren Hosenbund bis zu den sprichwörtlich bis zu den Kniekehlen herunterhängt. Heute lief ist mir mal wieder ein Mädel begegnet, bei der man einen wunderbaren Ausblick auf die freiliegende knallrote Unterhose hatte. Wohl gemerkt lief sie mit einer flächigen Unterhose und nicht den sonst üblichen dezenten Tanga herum.
Ich frage mich ernsthaft ob das Mädchen wirklich weiß wie peinlich das aussieht? Ist es vielleicht wie mit dem Suppengrün in den Zähnen, dass sich niemand traut sie auf den modischen Fauxpas hinzuweisen? Man sollte mal irgendwo Ganzkörperspiegel anbringen, mit denen man auch seinen Rücken betrachten kann. Dann würden wahrscheinlich auch die Arschgeweihe verschwinden.
Ich habe ja sowieso die Theorie, dass diese Mode der freien Arschspalte nur gebildet hat weil sich mal ein paar Jugendliche den Spaß erlaubt haben einen Freund zu verarschen und diesem einredeten ein freier Hintern sei hochmodisch ähnlich wie bei des Kaisers neue Kleider glaubte das schwachsinnige Volk dem Alphamenschen folgen zu müssen.
März 28th, 2007
Ich meine mal gehört zu haben, dass Friseure das Handwerk mit den meisten Niederlassungen in Deutschland ist. Daran zweifle ich auch nicht, schließlich findet man an jeder Straßenecke mindestens einen Haarverschönerer. Und anscheinend haben Friseure das gleiche Bedürfnis wie Blogger einen möglichst originellen Namen zu finden. Und da bietet es sich doch an Haar oder das englisch Pendant Hair in den Namen einzuflechten.
So großartig diese Idee auch ist, so schrecklich ist die Umsetzung in der Praxis. Um mal einige beim Namen zu nennen:
- Haartelier
- Haarverschönerer
- Hairlich
- Haaristoteles
- Hair(z)allerliebst
- Haar aber herzlich
- Haarscharf
- Hairein
- SchHaire
Ich wette ihr kennt noch weitere Friseursalons mit schrecklichen Namen.
März 27th, 2007
Der Hunger würgt es rein, der Ekel schluckt es runter und der Geiz behält es drin.
Oder kurz: Tiefkühlpaella.
März 27th, 2007
Entschuldigt wenn es hier gerade etwas versext zugeht, aber meine Recherchen im Rotlichtmilieu des weltweiten Netzes auf etwas ganz tolles gestoßen:

Eine kostenlose Pornoflatrate für gerade mal 92 Cent am Tag. *verwirrtsei*
Man ist es ja schon gewohnt bei kostenlosen Angeboten in Fußnoten versteckte Preise vorzufinden, aber direkt über der Ankündigung einer kostenlosen Pornoflatrate fett einen Preis zu schreiben ist schon eine neue Stufe der Dreistigkeit bei Anpreisung kostenpflichtiger kostenloser Angebote.