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Rabea Edel – Das Wasser in dem wir schlafen

Das Wasser, in dem wir schlafenZur Abwechslung mal ein aktuelles und junges deutsches Werk. Und soviel sei vorneweg gesagt ich fand es gut. Das aus meiner herausragende am Buch ist die sprachliche Formulierung des Textes die aufzeigt wie schön die deutsche Sprache sein kann, wenn man (anders als ich) versteht sie zu nutzen. Ein wenig abseits der Alltagssprache und teils etwas zu stark verschachtelt, aber trotzdem liest es sich sehr angenehm.

Das Mädchen öffnete die Lippen und schloß sie um das Geschlecht des Jungen, während der Junge seine Hände auf das Gesicht des Mädchens drückte, bis sie beide, zitternd und schon über den ersten Anfall des Weinens hinaus, voneinander abließen, sich in ihre Decken einrollten und auf der Stelle einschliefen.

Was genau erzählt wird mag ich nicht in Worte fassen, da ich fürchte den Sinn zu entstellen. Erzählt wird die Geschichte zweier Schwestern, der nich namentlich genannten Ich-Erzählerin und Lina. Obwohl beide sehr verschieden sind haben sie ein sehr enges, vertrautes Verhältnis zueinander, was sicher zum guten Teil auch mit der dysfunktionalen Beziehung ihrer Eltern zusammenhängt. Später entfernen sich die Schwestern zunehmends voneinander, nicht ohne dass die jeweilig andere eine wichtige Rolle in den Gedanken der anderen einnimmt. Diese Entfremdung wird durch Gregor zu dem beide eine Beziehung aufbauen noch weiter vorangetrieben.
Es wird aus Sicht der Ich-Erzählenden Schwester erzählt. Bereits auf den ersten Seiten baut das Buch durch die verwendung zweier Erzählebenen eine enorme Spannung auf. Die eine Ebene erzählt die Entwicklung der Schwestern seit frühester Jugend wohingegen die zweite Ebene die Gegenwart behandelt. Die Ebenen wechseln ziemlich häufig und unerwartet, so dass ich manchmal verwirrt war in welcher zeit gerade erzählt wurde. Dadurch wirkte es eher wie eine Abfolge von den Gedanken zur Schwester Lina, welches dazu führt dass ich mir immer neue Bilder über die Situation und den möglichen Ausgang der Geschichte ausmalte.

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